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Sport23. Juli 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Trainer zittern vor dem Saisonstart

In der Super League stehen mehrere Coaches schon vor der ersten Runde unter Druck. Besonders Peter Zeidler bei GC, Stephan Lichtsteiner in Basel und Gerardo Seoane bei YB gelten als gefährdet.

Trainer zittern vor dem Saisonstart

Noch bevor der Ball in der Super League wieder rollt, geraten bereits die ersten Trainer ins Wanken. Nach neun Trainer-Entlassungen in der vergangenen Saison ist die Nervosität gross – und einige Coaches starten mit besonders wenig Sicherheitsnetz in die neue Spielzeit.

Ganz oben auf der Gefahrenliste

Am stärksten unter Beobachtung stehen laut der Einschätzung vor allem Peter Zeidler bei den Grasshoppers und Stephan Lichtsteiner beim FC Basel. Bei GC ist die Lage heikel, weil der Klub zwar mit neuen Besitzern, neuem Präsidenten und neuem Sportchef in eine neue Ära startet, aber am bisherigen Trainer festhält. Der späte Klassenerhalt in der Barrage und ein nicht stärker gewordenes Kader erhöhen den Druck zusätzlich.

In Basel ist die Situation für Lichtsteiner ebenfalls angespannt. Mit 1,05 Punkten pro Spiel nach 19 Partien weist er den schlechtesten Punkteschnitt aller FCB-Trainer seit dem Wiederaufstieg 1994 auf. Dazu kommen die verpassten Ziele aus dem Frühjahr, kritische Stimmen aus dem Umfeld und viele Wechsel im Kader. Wenn die Resultate ausbleiben, könnte es schnell ungemütlich werden.

Auch Servette, Lausanne und YB im Fokus

Hinter dem Spitzenduo der «Flugparade» folgen weitere Trainer mit überschaubarem Kredit. Bei Jocelyn Gourvennec in Genf dürfte die Geduld rasch schrumpfen, falls Servette weiter in den hinteren Regionen bleibt. Luka Elsner soll Lausanne zurück in die Top 6 führen, kennt aber weder Klub noch Liga – das macht seinen Start besonders heikel.

  • Gerardo Seoane bei YB: Nach seiner Rückkehr Anfang November ist der Schutz durch den schwierigen Saisoneinstieg vorbei.
  • Gian-Luca Privitelli bei Thun: Als Nachfolger von Meistertrainer Mauro Lustrinelli startet er mit grosser Erwartung.
  • Didier Tholot bei Sion: Er sitzt vergleichsweise stabil, solange der Klub nicht tief in eine Krise rutscht.

Gerade bei YB ist die Erwartung klar: Nur wenn sich das Team wieder als Meisterkandidat präsentiert, dürfte Seoane die Saison zu Ende coachen. Etwas mehr Schonfrist scheint Thuns Privitelli zu erhalten, obwohl die Doppelbelastung mit Meisterschaft und Europacup heikle Wochen verspricht. In Sion wiederum wirkt die Trainerbank derzeit deutlich weniger wacklig als in früheren Jahren.

Foto: aargauerzeitung