Spanien zittert sich weiter
Spanien steht nach einem 2:1 gegen Belgien im WM-Halbfinale von Dallas. Matchwinner war erneut Joker Mikel Merino, der kurz vor Schluss nach einem Patzer des eingewechselten belgischen Keepers traf.

Spanien hat das Halbfinale der Fußball-WM erreicht – allerdings mit mehr Mühe als vielen lieb war. Beim 2:1 gegen Belgien in Dallas tat sich der Europameister lange schwer, setzte sich am Ende aber doch verdient durch. Am Dienstag wartet nun mit Frankreich der nächste Brocken – fast schon ein vorgezogenes Endspiel.
Die Spanier kontrollierten über weite Strecken den Ball und kamen immer wieder zu Möglichkeiten, doch Belgien hielt mutig dagegen. In der 30. Minute brachte Fabián die „Furia Roja“ in Führung. Kurz vor der Pause gelang Belgien dann der Nadelstich: Charles De Ketelaere erzielte in der 41. Minute den Ausgleich – das erste Gegentor für Spanien in diesem Turnier.
Torwartwechsel wird zum Wendepunkt
Besonders bitter für Belgien: Stammtorhüter Thibaut Courtois, der zuvor mehrere spanische Chancen stark entschärft hatte, musste in der 70. Minute unter Tränen vom Platz. Für ihn kam Senne Lammens ins Spiel. Genau dieser Wechsel spielte in der Schlussphase eine entscheidende Rolle. In der 88. Minute ließ Lammens einen Schuss von Pau Cubarsi nach vorne abprallen – Mikel Merino stand goldrichtig und drückte den Ball zum Sieg über die Linie.
Merino wurde damit erneut zum späten Helden, nachdem er schon im Achtelfinale gegen Portugal entscheidend zugeschlagen hatte. Spanien steht damit erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder in einem WM-Halbfinale. Belgien hingegen verpasst den Einzug unter die letzten Vier und muss den Traum vom dritten Halbfinale nach 1986 und 2018 begraben.
So geht es weiter
- Spanien steht im WM-Halbfinale
- Gegner am Dienstag: Frankreich
- Belgien scheidet nach spätem Torwart-Patzer aus
Für die Belgier bleibt ein bitteres Ende eines couragierten Auftritts. Vor allem über Jéremy Doku und mit Ideen von Kevin De Bruyne setzte das Team immer wieder Akzente. Doch gegen spielstarke Spanier reichte am Ende ein einziger Fehler zu viel – und der wurde in einem engen Viertelfinale gnadenlos bestraft.