Ski-Winter startet mit Spannung
In Sölden beginnt die neue Alpin-Saison mit 83 Weltcup-Rennen und der WM in Crans-Montana als Höhepunkt. Bei Männern und Frauen rücken unter anderem Marco Odermatt, Lucas Pinheiro Braathen und Mikaela Shiffrin in den Fokus.

Der alpine Ski-Winter startet am Wochenende traditionell in Sölden: Am Samstag eröffnen die Frauen die neue Weltcup-Saison im Riesenslalom, am Sonntag ziehen die Männer nach. Insgesamt stehen in diesem Winter 83 Weltcup-Rennen auf dem Programm, dazu kommt mit der WM in Crans-Montana vom 1. bis 14. Februar der grosse Saisonhöhepunkt.
Zum Auftakt wartet auf die Fahrerinnen und Fahrer wieder der anspruchsvolle Hang am Rettenbachgletscher. Die Strecke gilt als schwierig und wurde in den vergangenen Jahren noch selektiver. Neu verantwortlich als Rennleiter ist der frühere Spitzenfahrer Florian Scheiber. Sein Ziel: faire und sichere Rennen auf höchstem Niveau.
Favoriten, Fragezeichen und neue Namen
Im Kampf um den Gesamtweltcup richten sich bei den Männern viele Blicke auf die Schweizer. Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Loïc Meillard zählen zu den heissesten Anwärtern. Besonders spannend wird auch, wie sich Lucas Pinheiro Braathen präsentiert: Der Brasilianer gewann zuletzt drei Riesenslaloms in Serie und überzeugte auch in der Vorbereitung.
Bei den Frauen bleibt Mikaela Shiffrin trotz starker Konkurrenz die prägende Figur. Die US-Amerikanerin hat bereits sechs Gesamtweltcups und 110 Rennsiege gesammelt, will in diesem Winter aber einige Einsätze auslassen. Das könnte Chancen für andere öffnen, etwa für Emma Aicher. Auch aus Schweizer Sicht ist einiges drin: Camilla Rast und Wendy Holdener dürfen sich im Slalom Hoffnungen auf Spitzenplätze machen.
Wer fehlt – und was ist neu?
Nicht alle Topstars sind zum Saisonstart dabei. Ausfallen oder angeschlagen fehlen unter anderem Lindsey Vonn, Marcel Hirscher, Sofia Goggia, Federica Brignone und Aleksander Aamodt Kilde. Dazu gibt es auch neben der Piste Veränderungen:
- Neuer Frauen-Stopp in Dachstein West/Gosau am 28./29. Dezember
- Alexander Ospelt übernimmt die Spitze des Weltverbandes
- Bei den Männern wird nach dem Abschied von Markus Waldner noch ein neuer Renndirektor gesucht
Aus Schweizer Sicht ragt vor allem die Heim-WM heraus. In Crans-Montana werden Anfang Februar in 11 Rennen die Medaillen vergeben. Das Saisonfinale steigt dann vom 20. bis 25. März in Sun Valley.
Quelle: SRF