Sheeran plötzlich ohne Vorbands
Ed Sheerans US-Tour gerät ins Wanken: Nach dem Ausschluss von Macklemore haben gleich vier Support-Acts abgesagt. Der Streit um politische Äußerungen auf der Bühne weitet sich damit deutlich aus.

Ed Sheeran steht auf seiner laufenden US-Tour plötzlich ohne Vorprogramm da. Auslöser ist der Rauswurf von Macklemore, der Anfang September bei einem Konzert in New Jersey „Free Palestine“ rief und den Protestsong „Hind’s Hall“ spielte. Danach wurde der Rapper als Support-Act von der Tour genommen.
Solidarität mit Macklemore
Die Folgen für Sheerans „Loop“-Tour sind erheblich: Vier Acts, die als Ersatz oder ohnehin als Vorbands vorgesehen waren, zogen sich laut SRF aus Solidarität zurück. Genannt werden der irische Musiker Aaron Rowe, die dänische Band Lukas Graham sowie die irische Gruppe Beoga, die schon mehrfach mit Sheeran zusammengearbeitet hat. Auch Finneas O’Connell, Bruder und Produzent von Billie Eilish, stellte sich öffentlich gegen das Vorgehen.
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Druck von außen, Ärger für Sheeran
Hinter dem Ausschluss soll auch Druck von außen stehen. Laut Bericht hatte der US-Milliardär Robert Kraft, dem mehrere Stadien auf der Tour gehören, auf den Veranstalter eingewirkt. Zusätzlich startete der Israeli-American Council eine Petition. Während pro-palästinensische Gruppen und weitere Unterstützer Macklemore den Rücken stärken, kommt von pro-israelischer Seite scharfe Kritik. Auch Sängerin Pink soll seine Auftritte als Sicherheitsrisiko für jüdische Konzertbesucher bewertet haben.
Sheeran selbst versucht, Abstand zu wahren. Auf Instagram erklärte er, die Entscheidung sei vom Tourveranstalter getroffen worden. Er habe nach eigenen Angaben sogar versucht zu vermitteln, jedoch ohne Erfolg. Zugleich betonte der Sänger, seine Shows sollten ein Ort des Miteinanders sein und keine politische Bühne. Bis November läuft die US-Tour noch, danach sind Konzerte in Mexiko und Südamerika geplant. Ob sich neue Vorbands finden lassen, ist derzeit offen.
Quelle: SRF