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Politik7. November 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Schwere Treffer auf Kiew

Russland hat Kiew und weitere Teile der Ukraine erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In der Hauptstadt wurden Wohnhäuser, eine Brücke sowie Teile der Strom-, Wasser- und Fernwärmeversorgung getroffen, mindestens fünf Menschen wurden verletzt.

Schwere Treffer auf Kiew

Foto: Francisco Anzola / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Wenige Wochen vor dem Winter hat Russland die Ukraine erneut mit massiven Angriffen auf die Energie-Infrastruktur unter Druck gesetzt. Besonders hart traf es in der Nacht die Hauptstadt Kiew: Im Zentrum und in den Außenbezirken waren zahlreiche Explosionen zu hören. Nach Angaben der Stadt kamen dabei auch ballistische Raketen zum Einsatz, die nur schwer abzufangen seien.

Kiew kämpft mit Ausfällen

Die Folgen sind in mehreren Bereichen spürbar. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einer äußerst angespannten Lage bei der Stromversorgung. Auch Wasser und Fernwärme seien von den Angriffen betroffen. Zudem wurde eine wichtige Brücke über den Dnipro beschädigt, die den westlichen und den östlichen Teil der Millionenstadt verbindet.

  • Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt
  • Auch ein Kindergarten wurde getroffen
  • Laut Stadtverwaltung und Bürgermeister gab es Verletzte

Die Angaben zur Zahl der Verletzten fielen unterschiedlich aus: Die Militärverwaltung meldete zunächst zwei Verletzte, Klitschko später fünf Verletzte. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte schon vor dem Angriff vor neuen Attacken auf Energieanlagen und Brücken über den Dnipro gewarnt. Danach kritisierte er den Bürgermeister erneut wegen aus seiner Sicht unzureichender Vorbereitungen auf die Heizperiode.

Streit in Kiew, Schäden im ganzen Land

Klitschko wies die Vorwürfe zurück und verwies darauf, dass in Kiew bereits seit dem 16. Oktober Fernwärme geliefert werde. Selenskyj sprach insgesamt von einem „kombinierten“ Angriff auf die Energieversorgung des Landes. Demnach setzte Russland 36 Raketen und mehr als 170 Drohnen ein. Auch in anderen Regionen kam es zu Stromausfällen, das Netz wurde nach ukrainischen Angaben schwer beschädigt.

Unterdessen stieg im südukrainischen Dorf Komyschuwacha die Zahl der Todesopfer eines früheren russischen Angriffs weiter an. Nach dem Bombardement einer Ausgabestelle für Hilfsgüter wurden nun 55 Tote gemeldet, Dutzende Menschen gelten weiterhin als vermisst. Parallel dazu sind für kommende Woche wieder Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt.

Quelle: Tagesschau