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Sport10. Juli 2026, 11:02 Uhr · von Redaktion

Schweini rügt DFB-Kurs

Bastian Schweinsteiger kritisiert den DFB vor der WM 2026 für den klaren Fokus auf Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. In der ARD forderte er Alternativen und mehr Demut bei den Zielen der Nationalmannschaft.

Schweini rügt DFB-Kurs

Bastian Schweinsteiger hat die Trainersuche des DFB deutlich hinterfragt. Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann richtet sich beim Verband alles auf Jürgen Klopp aus. Genau dieser einseitige Kurs geht dem Weltmeister von 2014 zu weit.

In der ARD stellte Schweinsteiger vor dem WM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko die entscheidende Frage: Gibt es beim DFB überhaupt Alternativen? Aus seiner Sicht fehlt dem Verband in dieser Phase die nötige Ruhe und Souveränität. Der Eindruck sei, dass man sich unbedingt auf einen einzigen Kandidaten festgelegt habe.

Kritik am Klopp-Fokus

Der DFB hatte schon in der Mitteilung zum Nagelsmann-Rücktritt offen gemacht, dass Gespräche mit Klopp gesucht werden. Demnach hat der frühere Liverpool-Coach grundsätzlich Bereitschaft signalisiert. Eine endgültige Entscheidung gibt es zwar noch nicht, eine Einigung gilt aber als wahrscheinlich. Andere Namen spielten zuletzt öffentlich keine Rolle.

Für Schweinsteiger ist das zu wenig. Er mahnte an, dass der Verband einen Gegenentwurf oder zumindest weitere Optionen brauche. Klopp sei aus seiner Sicht nicht automatisch die Komplettlösung. Der Ex-Nationalspieler sieht das Grundproblem ohnehin breiter und verweist vor allem auf die Entwicklung der kommenden Spielergeneration.

Diese Alternativen nennt Schweinsteiger

  • Lothar Matthäus
  • Matthias Sammer

Beide hält Schweinsteiger fachlich für sehr stark. Gleichzeitig fordert er realistischere Ziele für die Nationalmannschaft. Statt sofort wieder alte Größe zu beschwören, müsse Deutschland erst einmal wieder dahin kommen, bei einer Weltmeisterschaft ein Viertelfinale zu erreichen. Denn genau das gelang bei den vergangenen drei Weltturnieren nicht. Respekt und Angst bei den Gegnern, so sein Eindruck, löse die DFB-Auswahl aktuell jedenfalls nicht aus.

Foto: t-online