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Politik27. Oktober 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Schiffe zurück auf dem Lac

Nach mehr als drei Monaten Trockenheit ist der Schiffsverkehr auf dem Lac des Brenets im Jura wieder angelaufen. Obwohl dem See noch rund 2,5 Meter bis zum Normalstand fehlen, wurde der Betrieb an der Grenze zwischen Schweiz und Frankreich wieder aufgenommen.

Schiffe zurück auf dem Lac

Auf dem Lac des Brenets im Jura sind die Schiffe wieder unterwegs. Die Schifffahrtsgesellschaft auf dem See an der französisch-schweizerischen Grenze hat den Betrieb am Montag erneut gestartet – nach einer Trockenphase von mehr als drei Monaten. Ganz erholt hat sich der See aber noch nicht: Bis zum normalen Pegel fehlen weiterhin rund 2,5 Meter.

Rückkehr nach historischem Tiefstand

Für Kapitän Yvan Durig war es die erste Fahrt seit dem 20. Juli. Damals musste der Betrieb eingestellt werden, weil der Wasserstand zu stark gefallen war. Bilder des fast vollständig ausgetrockneten Sees, der zeitweise eher wie eine Wiese wirkte, hatten in diesem Sommer international Aufmerksamkeit ausgelöst.

Nach Angaben von Durig war die Lage in diesem Jahr noch extremer als 2023. Schon damals hatte die Trockenheit zweieinhalb Monate angehalten, nun wurde diese Marke überschritten. Der Lac des Brenets gilt damit als eines der auffälligsten Beispiele für die Trockenheit in der Schweiz.

Der See bleibt unter Druck

Ganz normal ist die Situation weiterhin nicht. Der Wasserstand lag Ende Juli laut SRF bei 742.59 Metern über Meer und damit deutlich unter dem Durchschnitt. Auch der Abfluss am Auslauf des Sees blieb weit unter dem langjährigen Mittel.

  • Schifffahrt eingestellt am 20. Juli
  • Betrieb wieder aufgenommen am Montag
  • Noch rund 2,5 Meter bis zum normalen Pegel

Der Doubs, der den See speist, war auf der französischen Seite über mehrere Kilometer ausgetrocknet. Laut Durig spielen dabei nicht nur klimatische Ursachen eine Rolle. Er verweist auch darauf, dass flussaufwärts wegen des Bevölkerungswachstums mehr Wasser entnommen werde.

Quelle: SRF