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Sport22. Juli 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

Rekord-Coup mit Tränen

Niklas Strohmayer-Dangl hat in Banská Bystrica den fast 41 Jahre alten österreichischen Rekord über 400 Meter Hürden geknackt. Der 24-Jährige lief starke 49,18 Sekunden und reagierte danach mit Jubel und Freudentränen.

Rekord-Coup mit Tränen

Niklas Strohmayer-Dangl hat in Banská Bystrica für den nächsten österreichischen Leichtathletik-Höhepunkt gesorgt. Der 24-Jährige verbesserte beim P-T-S-Meeting über 400 Meter Hürden den seit 1985 bestehenden ÖLV-Rekord auf 49,18 Sekunden und unterbot damit die alte Bestmarke von Thomas Futterknecht um 15 Hundertstel.

Der Burgenländer hatte sich in dieser Saison bereits mehrfach an die historische Marke herangeschoben. Mit Zeiten von 49,43, 49,44, 49,47 und 49,55 war klar: Der Rekord wackelt. In der Slowakei fiel er nun tatsächlich. Im Rennen des Silber-Meetings der World Athletics Continental Tour belegte Strohmayer-Dangl zwar hinter Bassem Hemeida aus Katar (48,10) und dem Japaner Kazuki Kurokawa (48,71) Rang drei, sportlich war es für ihn trotzdem der große Durchbruch.

Der Traum wird Realität

Als seine Zeit aufleuchtete, war die Erleichterung riesig. Strohmayer-Dangl riss die Arme hoch, sprang vor Freude und kämpfte danach mit den Tränen. Wochenlang hatte sich der Angriff auf die Bestmarke angekündigt, nun war das Ziel endlich erreicht. Besonders bemerkenswert: Entscheidend war offenbar auch eine technische Anpassung. Zum zweiten Mal in seiner Karriere schaffte er es, bis zur sechsten Hürde den Rhythmus von nur 13 Schritten zu halten.

  • Neuer ÖLV-Rekord: 49,18 Sekunden
  • Alter Rekord: 49,33 Sekunden von Thomas Futterknecht
  • Ort: P-T-S-Meeting in Banská Bystrica

Starker Lauf trotz Rückschlag

Dass der Rekord gerade jetzt fällt, ist auch wegen der schwierigen Vorbereitung bemerkenswert. Zu Saisonbeginn hatte Strohmayer-Dangl mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Bei einem Trainingsaufenthalt in Südafrika zog er sich laut eigenen Angaben einen Einriss in der Oberschenkelrückseite zu und konnte wochenlang keine Hürdeneinheiten absolvieren. Vor dem Liese-Prokop-Memorial standen deshalb nur drei Hürdentrainings auf dem Programm.

Der Aufwärtstrend hatte sich dennoch schon länger abgezeichnet. Seit dem vergangenen Herbst trainiert Strohmayer-Dangl in Papendal in einer Gruppe rund um Olympiasiegerin Femke Broeders-Bol. Bereits in der Hallensaison zeigte er mit 46,36 Sekunden über 400 Meter starke Form. In Banská Bystrica wurde daraus nun der große Moment: ein österreichischer Rekord, auf den fast 41 Jahre lang niemand zugreifen konnte.

Foto: krone