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Sport5. Juli 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Regionalliga-Reform vor dem Aus

Trotz breiter Unterstützung unter den Vereinen ist die Reform des Regionalliga-Aufstiegs vorerst gescheitert. Auch Schalke 04 hatte sich für einen direkten Aufstieg aller fünf Meister in die 3. Liga starkgemacht.

Regionalliga-Reform vor dem Aus

Die geplante Reform beim Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga ist vorerst gescheitert. Obwohl sich laut Quelle mehr als 95 Prozent der Clubs eine Änderung wünschen, kam bei den Abstimmungen keine gemeinsame Linie zustande. Damit bleibt das seit Jahren umstrittene System zunächst bestehen.

Zu den Befürwortern einer Neuregelung gehört auch Schalke 04. Der Klub hatte sich bereits im vergangenen Jahr der Initiative „Aufstiegsreform 2025 – Meister müssen aufsteigen“ angeschlossen. Ziel ist eine verbindliche Lösung, nach der jeder Meister der fünf Regionalligen direkt in die 3. Liga aufrückt. Gerade für Schalkes U23 in der Regionalliga West ist das Thema von besonderer Bedeutung.

Keine Einigkeit unter den Regionen

Das Problem: Für eine Umsetzung ab der Saison 2028/2029 hätten sich die Vereine in allen fünf Regionen auf dasselbe Modell einigen müssen. Genau das passierte nicht. Zwar erhielt das sogenannte Kompass-Modell insgesamt 50,9 Prozent Zustimmung, doch regional fiel das Votum unterschiedlich aus.

  • Im Südwesten wurde mehrheitlich das Regionen-Modell gewählt: 93,1 Prozent
  • Im Westen, Norden und Nordosten lag das Kompass-Modell vorne
  • In Bayern sprach sich die Mehrheit für die Ausarbeitung neuer Modelle aus

Schalke pocht auf faire Regeln

Schalke hatte seine Haltung schon früh klar gemacht. Sportvorstand Frank Baumann hatte betont, ein Meistertitel müsse auch mit dem Aufstieg belohnt werden. Außerdem verwies der Verein auf wirtschaftliche Risiken im Unterbau des deutschen Fußballs und forderte klare Lizenzkriterien sowie transparentere Förderstrukturen.

Damit ist die erhoffte Reform, die allen Meistern den Aufstieg sichern und dafür eine Verringerung von fünf auf vier Regionalligen voraussetzen würde, erneut vertagt. Statt einer Lösung bleiben erst einmal Ärger, Misstrauen und der nächste Anlauf in einer Debatte, die den deutschen Fußball weiter beschäftigen dürfte.

Foto: Wikimedia Commons / EnergieAgentur.NRW from Deutschland, CC BY 2.0