Pröpster jagt WM-Überraschung
Alessa-Catriona Pröpster startet am Sonntag bei der Bahnrad-WM in Shanghai im Keirin. Nach einem starken Trainingslager peilt die deutsche Nationalfahrerin einen Platz unter den besten zwölf an.

Foto: Wikimedia Commons / Nicola, CC BY-SA 4.0
Bei der Bahnrad-WM in Shanghai geht es in 22 Wettbewerben um die Medaillen – und aus deutscher Sicht steht am Sonntag auch Alessa-Catriona Pröpster im Fokus. Die 25-Jährige aus Jungingen tritt im Keirin an und will sich gegen die internationale Sprint-Elite behaupten. Als Topfavoritin reist sie zwar nicht an, ein klares Ziel hat sie aber trotzdem: das Halbfinale.
Starke Form aus dem Trainingslager
Die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt verlief für Pröpster offenbar nach Plan. Gemeinsam mit dem deutschen Team absolvierte sie ein Trainingslager in Frankfurt an der Oder, wo die Bedingungen laut der Nationalfahrerin optimal waren. Nach den intensiven Wochen sei die Vorfreude auf den WM-Start groß gewesen – und auch die Geduld langsam am Ende. Von Trainingseinheit zu Trainingseinheit habe sich die Mannschaft gesteigert.
Im Keirin wartet nun allerdings eine besonders harte Aufgabe. In dieser Disziplin folgen die Fahrerinnen zunächst einem Derny-Motorrad, bevor es im Finale auf den explosiven Schlusssprint ankommt. Pröpster macht keinen Hehl daraus, dass andere Athletinnen in Shanghai stärker eingeschätzt werden. Trotzdem will sie ihre Chance nutzen und möglichst unter die besten zwölf fahren.
Erfahrung, Titel und ein klares Ziel
Dass Pröpster auf großer Bühne bestehen kann, hat sie in ihrer Karriere bereits mehrfach gezeigt. Zu ihren wichtigsten Erfolgen zählen:
- drei Junioren-WM-Titel
- EM-Gold 2023 im Bahn- und Teamsprint
- ein Weltcup-Sieg im Keirin
- Nominierung als Ersatzfahrerin für die Olympischen Spiele 2024 in Paris
Seit 2020 gehört sie außerdem zur Spitzensportförderung der Bundespolizei und ist inzwischen Kommissarin. Ihre Laufbahn begann bei der RSG Zollern-Alb ’82, seit 2020 fährt sie für den RV Offenbach. In Shanghai startet sie nun mit Stolz im deutschen Trikot – und mit der Hoffnung, im Keirin vielleicht doch für eine Überraschung zu sorgen.
Quelle: schwarzwaelder_bote