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Musik & Film10. August 2026, 13:02 Uhr · von Redaktion

Perseiden-Show am Finsternis-Tag

Am Mittwoch treffen in Österreich gleich zwei Himmelsereignisse zusammen: die größte partielle Sonnenfinsternis seit 27 Jahren und das Maximum der Perseiden. In der Nacht sind theoretisch bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich.

Perseiden-Show am Finsternis-Tag

Der Mittwoch bringt Himmelsfans in Österreich ein seltenes Doppelereignis: Neben der größten partiellen Sonnenfinsternis seit der totalen Finsternis vor 27 Jahren erreicht auch der Sternschnuppenschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Besonders spannend: Die Bedingungen für das jährlich wiederkehrende Spektakel sind heuer außergewöhnlich gut.

Hinter den leuchtenden Spuren am Himmel stecken winzige Teilchen aus dem All, oft kaum größer als Sandkörner. Treffen sie mit mehr als 200.000 km/h auf die Erdatmosphäre, werden sie abgebremst, stark erhitzt und verglühen innerhalb von rund einer Sekunde. Anders als Meteoriten erreichen diese Partikel den Boden also nicht, sondern verschwinden vollständig als kurzer Lichtblitz.

Woher die Perseiden kommen

Die Perseiden entstehen, weil die Erde einmal pro Jahr die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt. Dabei gerät sie in eine Spur aus Staub und kleinen Partikeln, die der Komet im Sonnensystem hinterlassen hat. In der Nacht vom 12. auf den 13. August können theoretisch bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Wie viele davon tatsächlich sichtbar werden, hängt aber stark von der Lichtverschmutzung ab.

  • Innenstadt: etwa 3 bis 6 Perseiden pro Stunde
  • Stadtrand: etwa 6 bis 15 pro Stunde
  • Beste Chancen: dunkle Regionen fern künstlicher Lichtquellen

Warum 2026 besonders gut wird

Die dunkelsten Stunden liegen Mitte August zwischen 22.30 Uhr und 3.30 Uhr. Als ideal gilt die zweite Nachthälfte, weil das Sternbild Perseus dann höher steht – von dort scheinen die Sternschnuppen zu kommen. Ein weiterer Pluspunkt: Genau zum Maximum der Perseiden ist Neumond. Das Mondlicht stört also nicht, was die Beobachtung deutlich erleichtert.

Dass Sonnenfinsternis und Perseiden-Maximum auf denselben Tag fallen, ist äußerst selten. Für Hobbyastronominnen und Hobbyastronomen ergibt sich damit ein außergewöhnlicher Himmelsabend, bei dem gleich zwei markante Naturphänomene ohne großen technischen Aufwand beobachtet werden können – viele Sternschnuppen sogar ganz einfach mit freiem Auge.