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Musik & Film12. August 2026, 09:01 Uhr · von Redaktion

Paramount plant Kalifornien-Aus

Der US-Unterhaltungskonzern Paramount bereitet laut Medienberichten einen schrittweisen Wegzug aus Kalifornien vor. Hintergrund ist die Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme von Warner Brothers; der Plan soll ab dem 1. Oktober anlaufen.

Paramount plant Kalifornien-Aus

Bei Paramount zeichnet sich offenbar ein großer Standortumbau ab: Mehrere US-Medien berichten, dass der Konzern einen Wegzug aus Kalifornien vorbereitet. Auslöser soll die Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme von Warner Brothers sein. Laut den Berichten hat der Verwaltungsrat den Start des Vorhabens ab 1. Oktober gebilligt.

Demnach sprach Paramount-Chef David Ellison intern von einem auf fünf Jahre angelegten Plan. Im Zentrum steht offenbar der Film- und TV-Bereich: Ein Großteil der dort angesiedelten Jobs soll den Standort wechseln. Falls die Übernahme von Warner Brothers zustande kommt, könnte laut den Berichten außerdem ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.

Neue Standorte im Gespräch

Als mögliche Ziele werden mehrere Bundesstaaten genannt, die als wirtschaftsfreundlicher gelten und politisch stark von den Republikanern geprägt sind. Im Gespräch sind demnach:

  • Tennessee
  • Georgia
  • Texas

Der Schritt würde zu einem Muster passen, das in den vergangenen Jahren bereits bei anderen in Kalifornien ansässigen Unternehmen zu sehen war. Firmen zogen ihre Zentralen in Bundesstaaten um, die mit geringerer Steuerlast und weniger strengen Vorgaben werben.

Klage setzt Übernahme unter Druck

Die aktuelle Wettbewerbsklage kommt von Kalifornien und weiteren Bundesstaaten unter demokratischer Führung. Sie sehen die Gefahr, dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und damit auch Kinos unter Druck setzen könnte. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta sprach den Berichten zufolge von einem Erpressungsversuch.

Ob Paramount den Umzug am Ende vollständig durchzieht, dürfte damit eng an den Ausgang des Übernahmedeals gekoppelt sein. Klar ist aber schon jetzt: Für Hollywood wäre ein solcher Schritt ein empfindliches Signal – gerade wenn ein großer Teil der Film- und TV-Jobs Kalifornien tatsächlich verlassen sollte.