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Sport7. Juli 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Marozsan hört mit 34 auf

Die frühere DFB-Kapitänin Dzsenifer Marozsan hat ihre Karriere beendet. Die 34-Jährige, geboren in Budapest und einst bei Saarbrücken gestartet, gewann mit Deutschland die EM 2013 und Olympia-Gold 2016.

Marozsan hört mit 34 auf

Eine der prägenden Figuren des deutschen Frauenfußballs sagt Servus: Dzsenifer Marozsan hat ihre aktive Laufbahn beendet. Die frühere Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft machte ihren Entschluss am Dienstag bei Instagram öffentlich. Mit 34 Jahren endet damit die Karriere einer Spielerin, die über Jahre das offensive Spiel des DFB-Teams geprägt hat.

Für Deutschland kam Marozsan auf 112 Länderspiele. Besonders in Erinnerung bleiben zwei große Turniermomente: Bei der EM 2013 in Schweden erzielte sie im Halbfinale gegen die Gastgeberinnen den entscheidenden Treffer. Auch beim Olympiasieg 2016 in Brasilien traf sie im Finale – wieder gegen Schweden. Zwischen 2016 und 2019 führte sie die Nationalelf zudem als Spielführerin an, bevor sie im März 2023 aus dem DFB-Team zurücktrat.

Früher Start, große Titel

In ihrer Abschiedsbotschaft blickte Marozsan auf ihre Anfänge zurück und beschrieb, wie früh die Liebe zum Fußball ihr Leben bestimmt habe. Geboren wurde sie in Budapest, als Vierjährige kam sie mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Vater Janos, einst ungarischer Nationalspieler, wechselte damals zum 1. FC Saarbrücken. Genau dort begann auch für Dzsenifer Marozsan der Profifußball – 2007 schon mit 15 Jahren.

  • Erster Profiklub: 1. FC Saarbrücken
  • Weitere Stationen: 1. FFC Frankfurt, Olympique Lyon, OL Reign
  • Zuletzt unter Vertrag bei: Al-Qadsiah WFC in Saudi-Arabien

Trotz Rückschlägen an die Spitze

Im Lauf ihrer Karriere spielte Marozsan für mehrere Topklubs in Deutschland, Frankreich und kurzzeitig auch in den USA. Zuletzt stand sie in Saudi-Arabien unter Vertrag. Immer wieder wurde die kreative Mittelfeldspielerin von schweren Verletzungen ausgebremst. Dennoch sammelte sie mit Frankfurt und Lyon mehrfach Titel in der Champions League. Ihr Abschied markiert das Ende einer außergewöhnlichen Laufbahn, in der sie auf großer Bühne immer wieder den Unterschied machte.

Foto: Wikimedia Commons / Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0