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Politik19. Oktober 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Macron droht mit Demo-Verboten

Nach schweren Ausschreitungen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron hart reagiert. Laut Innenministerium gab es landesweit 2.000 Festnahmen und 600 verletzte Polizei- und Feuerwehrkräfte.

Macron droht mit Demo-Verboten

Nach den schweren Krawallen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache klare Konsequenzen angekündigt. Die Gewalt am Rand von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme im Bildungssystem sei durch nichts zu rechtfertigen, erklärte der Präsident. Zugleich stellte er in Aussicht, weitere Demonstrationen notfalls untersagen zu lassen.

Demnach sollen die Präfekten gemeinsam mit den Bürgermeistern je nach Lage entscheiden, wie Städte, öffentliche Gebäude und Geschäfte geschützt werden. Dazu könnten auch Verbote einzelner Versammlungen gehören. Zuvor hatte die Regierung bereits eine Krisensitzung einberufen. Macron beriet dort mit Premierminister Sébastien Lecornu und mehreren Ministern über das weitere Vorgehen.

2.000 Festnahmen nach landesweiten Krawallen

Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden am Samstag landesweit 2.000 Menschen festgenommen. Außerdem seien 600 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt worden. In Paris starb ein Demonstrant nach einem Herzstillstand. Macron kündigte an, auch die Einsätze der Sicherheitskräfte überprüfen zu lassen. Dabei solle geklärt werden, ob es vor den Protesten Defizite bei Geheimdienstinformationen oder bei der Vorbereitung der Polizei gegeben habe.

  • 2.000 Festnahmen laut Innenministerium
  • 600 verletzte Polizei- und Feuerwehrkräfte
  • Ein Toter in Paris nach Herzstillstand

Neue Zusammenstöße und massive Schäden

Auch am Sonntag blieb die Lage angespannt. Am Place de la République in Paris löste die Polizei eine nicht angekündigte Versammlung auf und setzte Tränengas ein. In der Hauptstadt wurden erneut Feuer gelegt. Die Spuren der Verwüstung waren vielerorts sichtbar: geplünderte Geschäfte, vermüllte Straßen und schwere Schäden in mehreren Städten.

Besonders heftig traf es auch andere Regionen. In Limoges wurde das denkmalgeschützte Rathaus bei einem Brand teilweise zerstört. Aus Marseille, Lyon, Bordeaux, Rennes, Straßburg, Grenoble und Nizza wurden ebenfalls Plünderungen und erhebliche Schäden gemeldet. In Bordeaux sollen laut Bürgermeister bis zu 100 Geschäfte geplündert worden sein. Für viele Händler dürften die Folgen enorm sein.

Quelle: Tagesschau