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Sport4. Juli 2026 · von Redaktion

Kolumbien träumt von Messi-Duell

Kolumbien steht nach dem 1:0 gegen Ghana im Achtelfinale und hält Kurs auf ein mögliches Viertelfinale gegen Argentinien. Vor dem großen Südamerika-Kracher wartet aber erst die Schweiz.

Kolumbien träumt von Messi-Duell

Kolumbien hat bei dieser WM den nächsten Schritt gemacht und mit einem 1:0 gegen Ghana das Achtelfinale erreicht. In Kansas City sorgten dabei erneut zehntausende Fans in Gelb für Heimspiel-Atmosphäre und unterstrichen, wie groß die Euphorie rund um die Mannschaft ist. Sportlich war der Sieg gegen ein enttäuschendes Ghana nach dem frühen Treffer von Jhon Arias in der 14. Minute kaum noch ernsthaft in Gefahr.

Trotzdem bleibt bei den Südamerikanern ein Thema bestehen: die Chancenverwertung. Das Team um Bayern-Profi Luis Diaz erspielte sich wieder mehrere Möglichkeiten, machte daraus aber zu wenig. Auch ein Tor von Diaz zählte nicht, weil er im Abseits stand. Schon in der Vorrunde gegen Usbekistan waren ihm zwei Treffer aberkannt worden. Diaz zeigte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden, betonte die starke Leistung der Mannschaft und hob den familiären Zusammenhalt im Kader hervor. Zum Spieler des Spiels wurde er trotzdem gewählt.

Erst die Schweiz, dann vielleicht Argentinien

Im Achtelfinale wartet nun am Dienstag in Vancouver die Schweiz. Kolumbiens Trainer Nestor Lorenzo wollte nach dem Weiterkommen deshalb nichts von voreiligen Spekulationen wissen. Er beschrieb die Schweizer als sehr präzise und schwer zu bespielen. Auch wenn viele Fans bereits auf ein mögliches Viertelfinale gegen Argentinien schauen, richtet sich der Fokus in Kolumbien zunächst klar auf diese Aufgabe.

Parallel muss auch Argentinien noch liefern: Der Titelverteidiger trifft am selben Tag in Atlanta auf Ägypten. Sollten beide Favoriten gewinnen, käme es in Kansas City zu einem echten Südamerika-Klassiker – und damit zu einer Neuauflage des Copa-América-Endspiels von 2024. Angesichts der Fanmassen, die beide Teams schon in der Gruppenphase begleiteten, wäre in der Stadt im Mittleren Westen der USA Ausnahmezustand garantiert.

Für Kolumbien wäre der Einzug unter die letzten acht ein besonderer Erfolg. Das bislang letzte WM-Viertelfinale erreichte das Team 2014, damals war gegen Gastgeber Brasilien Endstation. Diesmal lebt die Hoffnung auf mehr – vorausgesetzt, die Offensivspieler belohnen sich endlich konsequenter für ihren Aufwand.