Frauenfußball mit Rückenwind
Im Bezirk Schwarzwald/Zollern fällt die Bilanz für die Saison 2025/26 im Frauen- und Mädchenfußball positiv aus. Staffelleiterin Ulrike Goth sieht Fortschritte, warnt aber vor Problemen im Nachwuchsbereich der C-Juniorinnen.

Im Bezirk Schwarzwald/Zollern ist die Saison 2025/26 im Frauen- und Mädchenfußball abgeschlossen – und die Verantwortlichen nehmen vor dem Start der neuen Runde einiges an Zuversicht mit. Beim Staffeltag in Geislingen wurde bereits die Spielzeit 2026/27 vorbereitet. Für Ulrike Goth, Vertreterin des Württembergischen Fußballverbands im Bezirk und Staffelleiterin der Frauen- und Juniorinnenligen, überwiegen dabei klar die positiven Eindrücke.
Vieles lief stabil
Nach Goths Einschätzung verlief die zurückliegende Runde weitgehend ohne größere Probleme. Als besonders schöne Momente blieben ihr die Meisterehrungen in Erinnerung. Ganz ohne Rückschlag ging es allerdings nicht: Der Rückzug der Frauenmannschaft des SV Unterdigisheim II in der Winterpause sorgte für einen Dämpfer. Auf der anderen Seite gab es auch gute Signale im Nachwuchs, etwa durch zwei angebotene Spieltage für die E-Juniorinnen.
Mut macht vor allem, dass neue Teams im Bezirk die komplette Saison bestritten haben. Gerade im Frauen- und Mädchenfußball ist das ein wichtiges Zeichen für Stabilität. Die Hoffnung ist nun, dass sich dieser Trend in den Mannschaftsmeldungen für 2026/27 fortsetzt.
Nachwuchs bleibt die Baustelle
Trotz der insgesamt freundlichen Bilanz sieht Goth eine zentrale Aufgabe weiter ungelöst: den Unterbau zu stärken. Zwar habe sie sich über viele Mädchenmannschaften gefreut, doch gerade bei den C-Juniorinnen beobachtet sie eine schwierige Entwicklung. Offenbar fällt es zunehmend schwerer, Mädchen dauerhaft für einen Mannschaftssport mit festen Trainings- und Spielzeiten zu gewinnen.
- Positive Saisonbilanz im Bezirk Schwarzwald/Zollern
- Neue Teams hielten bis zum Saisonende durch
- Rückzug von SV Unterdigisheim II als negativer Punkt
- Sorge um den Nachwuchs bei den C-Juniorinnen
Genau deshalb dürfte die Nachwuchsarbeit in den kommenden Monaten noch wichtiger werden. Im Bezirk setzt man darauf, Vereine weiter zu stärken und neue Spielerinnen für den Fußball zu begeistern. Die Richtung stimmt – doch damit aus dem Aufschwung ein dauerhafter Trend wird, braucht es vor allem im Mädchenbereich weiter Geduld und Einsatz.
Foto: swp