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Politik7. November 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Frankreich protestiert weiter

In Frankreich steht das vierte Protestwochenende in Folge bevor. Gewerkschaften, Jugendorganisationen und die Gelbwesten mobilisieren erneut landesweit, nachdem sich laut Innenministerium zuletzt mehr als 500.000 Menschen an einem Streiktag beteiligt hatten.

Frankreich protestiert weiter

Foto: Wikimedia Commons / Thomas Padilla / European Union, 2025 / EC - Audiovisual Ser, CC BY 4.0

In Frankreich gehen die Massenproteste in die nächste Runde: Für heute rufen Gewerkschaften, Jugendorganisationen und die „Gelbwesten“ erneut zu großen Demonstrationen im ganzen Land auf. Es ist bereits das vierte Protestwochenende in Folge – ein Zeichen dafür, wie groß der Druck auf die Regierung inzwischen geworden ist.

Schon unter der Woche war die Lage angespannt. Neben Blockaden und weiteren Protestaktionen gab es am Donnerstag einen landesweiten Streiktag. Dabei gingen die Angaben über die Teilnehmerzahl deutlich auseinander: Das Innenministerium sprach von mehr als einer halben Million Menschen, der Gewerkschaftsbund von knapp 1,6 Millionen.

Großeinsatz der Polizei erwartet

Auch diesmal wird wieder ein massiver Polizeieinsatz erwartet. An den vergangenen Wochenenden waren jeweils rund 70.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Hintergrund ist, dass es am Rand der Kundgebungen immer wieder zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen war.

Ausgangspunkt der Bewegung waren ursprünglich Schülerproteste, die sich für bessere Bildung starkmachten. Inzwischen hat sich der Unmut deutlich ausgeweitet. Viele Demonstrierende machen ihrem Ärger über hohe Preise, niedrige Löhne und zu geringe Sozialleistungen Luft.

Regierung stellt Zugeständnisse in Aussicht

Die Regierung reagiert nun mit ersten Signalen. Premierminister Sebastien Lecornu hat für Montag eine Sozialkonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden angekündigt. Dort soll es vor allem um Kaufkraft und Löhne gehen.

  • Sozialkonferenz am Montag
  • Gespräche über Kaufkraft und Löhne
  • Mindestlohnerhöhung in Aussicht
  • Mehr Personal und zusätzliche Mittel für Schulen zugesagt

Ob diese Ankündigungen die Lage beruhigen, dürfte sich schon an diesem Wochenende zeigen. Klar ist: Die Protestbewegung bleibt groß, breit aufgestellt – und sichtbar entschlossen, weiter Druck zu machen.

Quelle: ORF