JETZT LIVE
Sport15. Juli 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Fifa-Fanzone mit Datendreh

Bei einer WM-Public-Viewing-Veranstaltung der FIFA in Washington, D. C. sollen die Daten der Besucher ins Umfeld von Donald Trump weitergeleitet werden. Die Fanzone wird von FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich als besondere Partnerschaft beworben.

Fifa-Fanzone mit Datendreh

Die FIFA steht wegen einer Public-Viewing-Aktion in Washington, D. C. in der Kritik. Anlass ist die dort eingerichtete „Fifa Fan Zone“ zur WM, die offiziell als Treffpunkt für Fußball, Kultur und Gemeinschaft vermarktet wird. Brisant ist laut dem vorliegenden Bericht jedoch etwas anderes: Die persönlichen Daten der anwesenden Fans sollen über dieses Angebot im Trump-Umfeld landen.

Lob für die Fanzone, Kritik an den Folgen

FIFA-Präsident Gianni Infantino beschreibt die Veranstaltung als besondere Zusammenarbeit und als Erlebnis, das Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringen soll. Nach außen geht es also um Fußballstimmung und Gemeinschaftsgefühl. Der eigentliche Streitpunkt liegt aber offenbar hinter den Kulissen: Wer die Fan-Zone besucht, gibt demnach nicht nur seine Unterstützung für das Turnier, sondern möglicherweise auch persönliche Informationen preis.

Damit bekommt ein eigentlich harmlos wirkendes Public Viewing eine politische Schieflage. Denn der Bericht legt nahe, dass die Daten der Besucher nicht bloß für die Organisation der Veranstaltung genutzt werden, sondern für Zwecke, die weit darüber hinausreichen. Im Kern steht der Vorwurf, dass diese Informationen für Wahlkampfzwecke im Umfeld von Donald Trump nutzbar werden.

Worum es im Kern geht

  • Ort des Geschehens ist Washington, D. C.
  • Es geht um die WM-Fanzone der FIFA
  • Betroffen sind persönliche Daten der Besucher
  • Die Daten sollen im Trump-Lager verwendbar werden

Der Fall zeigt, wie schnell ein Sportevent politisch aufgeladen werden kann. Gerade bei großen Fan-Veranstaltungen erwarten Besucher in erster Linie Fußballbilder, Stimmung und Gemeinschaft – nicht die Weitergabe ihrer Daten in ein politisches Umfeld. Für die FIFA ist das besonders heikel, weil das Event öffentlich als verbindendes Erlebnis präsentiert wird, der aktuelle Vorwurf aber genau dieses Bild massiv beschädigt.