Feueralarm in Spanien und Frankreich
Verheerende Waldbrände halten Spanien und Frankreich weiter in Atem. In Frankreich wurden seit Jahresbeginn rund 100.000 Hektar zerstört, in Spanien brannten bisher knapp 80.000 Hektar nieder.

Die schweren Waldbrände in Frankreich und Spanien sind weiter nicht unter Kontrolle. Besonders dramatisch ist die Lage an der französischen Atlantikküste: Dort wurden zuletzt sogar breite Schneisen in die Landschaft geschlagen, um die Flammen zu stoppen. Eine dauerhafte Entspannung ist aber nicht in Sicht, denn ab Mittwoch werden in beiden Ländern erneut Temperaturen deutlich über 30 Grad erwartet.
Frankreich kämpft mit historischem Ausmaß
In Frankreich haben die Feuer seit Jahresbeginn laut den vorliegenden Angaben bereits rund 100.000 Hektar Fläche vernichtet – ein historischer Höchststand. Allein ein Satellitenbild vom 26. Juli zeigt das enorme Ausmaß in einer besonders betroffenen Region: Rund 42.000 Hektar Wald und Buschland wurden dort zerstört. Die Brände waren vergangene Woche ausgebrochen und erreichten auch Cap-Ferret in Aquitanien, ein beliebtes Urlaubsziel.
Die Folgen für die Bevölkerung sind massiv. Mehr als 220.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Zeitweise rückten die Flammen bis auf 15 Kilometer an Bordeaux heran und hüllten die Großstadt in Rauch. Im Einsatz stehen 2.750 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich, unterstützt von Kräften aus anderen europäischen Ländern.
Spanien meldet Erfolge – doch die Hitze droht
Auch in Spanien richten die Feuer enorme Schäden an. Besonders betroffen sind die Provinz Avila sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo. Dort wurden bisher knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet. In Pelayos de la Presa nahe Madrid gerieten sogar Boote in Brand. Weitere tausende Hektar brannten im Gebiet Vall d’Uixo in der Provinz Castello nieder.
- Frankreich: etwa 100.000 Hektar seit Jahresbeginn verbrannt
- Spanien: knapp 80.000 Hektar zerstört
- Frankreich: mehr als 220.000 Menschen evakuiert
Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung in Spanien zwar deutlich verlangsamt, und am Dienstag verzeichneten die Einsatzkräfte spürbare Fortschritte. Doch die nächste Hitzewelle könnte alles wieder verschärfen: Bis Sonntag werden dort Temperaturen von bis zu 42 Grad erwartet. Damit dürften die Löscharbeiten erneut deutlich schwieriger werden.