Festnahmen bei Frankreich-Protesten
In Frankreich haben neue Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme an Schulen begonnen. In Paris gab es laut Polizei rund 60 Festnahmen, darunter etwa 20 nach einem Angriff auf den Sitz eines TV-Senders.

Foto: Pierre Blaché from Paris, France / Wikimedia Commons, CC0
In Frankreich hat ein neuer landesweiter Protesttag begonnen. Im Mittelpunkt stehen die hohen Lebenshaltungskosten und die Lage an Schulen. Besonders in Paris blieb die Stimmung angespannt: Dort kam es laut Polizei zu mehreren Festnahmen, noch bevor der Protesttag seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Für Aufsehen sorgte ein Vorfall am Sitz des Fernsehsenders CNews. Nach Angaben der Polizei griffen dort rund 100 Menschen das Gebäude an. Etwa 20 Personen wurden in diesem Zusammenhang festgenommen. Der Sender gehört zum Konzern des rechtsgerichteten französischen Milliardärs Vincent Bollore.
Dutzende Festnahmen in der Hauptstadt
Auch an anderer Stelle griff die Polizei in Paris durch. Laut Behörden wurden in der Hauptstadt zusätzlich rund 40 Menschen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Schutzausrüstung oder „verbotene Waffen“ mitgeführt zu haben. Für Teile der Stadt war im Vorfeld bereits ein Demonstrationsverbot verhängt worden.
- Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten
- Seit Wochen Schülerdemos für bessere Lern- und Studienbedingungen
- Mehrere Festnahmen in Paris
Macron steht weiter unter Druck
Präsident Emmanuel Macron und seine Regierung stehen derzeit stark unter Druck. Im Land belasten die hohe Staatsverschuldung und gestiegene Zinskosten die politische Lage zusätzlich. Gleichzeitig halten die Proteste von Schülerinnen und Schülern seit Wochen an.
Die Demonstrationen könnten nun noch größer werden. Denn mit den „Gelbwesten“ hat eine Bewegung ihr Comeback angekündigt, die Macron bereits vor acht Jahren massiv unter Druck gesetzt hatte. Damit droht dem Präsidenten eine neue Zuspitzung auf der Straße.
Quelle: ORF