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Sport17. Juli 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

Falkland-Banner sorgt für Wirbel

Nach dem WM-Halbfinalsieg Argentiniens gegen England sorgt ein Banner auf dem Rasen für Streit. Zwei Spieler hielten die Botschaft zu den Falklandinseln hoch, nun drohen dem Team Ermittlungen der FIFA.

Falkland-Banner sorgt für Wirbel

Nach dem Halbfinal-Erfolg gegen England steht bei Argentinien nicht nur der Jubel im Mittelpunkt. Direkt nach dem Abpfiff präsentierten Lisandro Martínez und Giovani Lo Celso auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift: „Las Malvinas son argentinas“. Die Botschaft zielte mitten in einen alten politischen Konflikt um die Falklandinseln, die in Argentinien Malwinen genannt werden.

Die Inselgruppe liegt rund 500 Kilometer vor der argentinischen Küste, gehört aber als Überseegebiet zu Großbritannien. Genau deshalb hatte das Duell zwischen England und Argentinien schon vor dem Anpfiff eine besondere Brisanz. Nach dem Spiel wurde in Argentinien zwar gefeiert, doch nicht alle Fans fanden den Auftritt mit dem Banner passend. Während einige die Aktion als verständlichen Ausdruck nationaler Gefühle sehen, meinen andere: Auf dem Fußballplatz sollte es um das Spiel gehen, nicht um Krieg und Territorialstreit.

FIFA-Regeln im Fokus

Für den Verband könnte die Szene nun heikel werden. Die FIFA untersagt politische Botschaften bei ihren Wettbewerben und kann Verstöße ahnden. Die britische Regierung drängt bereits auf Ermittlungen gegen das argentinische Team. Damit wird aus einer Jubelszene plötzlich ein Fall für den Weltverband.

  • Banner nach dem Halbfinale auf dem Spielfeld gezeigt
  • Britische Regierung fordert Untersuchung
  • FIFA verbietet politische Botschaften bei Turnieren

Milei stärkt den Spielern den Rücken

Argentiniens Präsident Javier Milei verteidigte die Nationalspieler in einem Radiointerview. Er nannte die Botschaft ein Gefühl, das alle Argentinier teilten, betonte aber zugleich, dass ein Fußballspiel ein Fußballspiel sei. Über die Zukunft der Inseln müsse an anderer Stelle entschieden werden. Milei kündigte an, Argentinien wolle die Falklandinseln mit diplomatischen Mitteln zurückgewinnen.

Der Hintergrund des Streits reicht weit zurück: Seit 1833 stehen die Falklandinseln unter britischer Verwaltung. 1982 versuchte die argentinische Militärdiktatur, die Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen. Der Krieg dauerte 74 Tage und forderte mehr als 900 Todesopfer: 649 argentinische Soldaten, 255 britische Soldaten sowie drei Zivilisten kamen ums Leben.

Foto: Wikimedia Commons / Vox España, CC0