Embolo meldet sich zurück
Breel Embolo hat sich nach dem WM-Aus der Schweiz gegen Argentinien erstmals geäußert. Nach seiner umstrittenen Gelb-Roten Karte im Viertelfinal verspricht der Stürmer: Die Nati werde stärker zurückkommen.

Nach Tagen des Schweigens hat sich Breel Embolo erstmals zum bitteren WM-Aus der Schweiz geäußert. Der Stürmer schrieb am Montagabend auf Instagram, dass er Zeit gebraucht habe, um die Niederlage zu verarbeiten. Die Enttäuschung sitze weiter tief.
Im Viertelfinal gegen Argentinien war Embolo zur tragischen Figur geworden. Beim Stand von 1:1 sah er in der 72. Minute die zweite Gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Die Schweiz verlor anschließend in Unterzahl noch 1:3 nach Verlängerung.
Dank an die Fans
In seiner Nachricht wandte sich der 29-Jährige direkt an die Schweizer Fans. Er hoffe, dass die Mannschaft das Land bei dieser Weltmeisterschaft stolz gemacht habe. Zugleich betonte er, das Team habe alles für das Trikot, für das Land und für die Unterstützung von außen gegeben. Für den Rückhalt aus der Schweiz bedankte sich Embolo ausdrücklich.
Trotz des schmerzhaften Ausscheidens richtet der Angreifer den Blick nach vorne. Die Niederlage, so seine Botschaft, solle die Mannschaft nicht dauerhaft prägen. Stattdessen kündigte er an, weiter für große Momente kämpfen zu wollen. Sein Versprechen an die Fans: Die Schweiz werde stärker zurückkommen.
Platzverweis sorgte für Debatten
Besonders der Ablauf rund um Embolos Platzverweis löste Diskussionen aus. Schiedsrichter Joao Pinheiro hatte zunächst auf ein Foul von Leandro Paredes entschieden und dem Argentinier Gelb gezeigt. Nach einem Hinweis überprüfte er die Szene jedoch noch einmal per Video.
- Die Bilder zeigten, dass Embolo nicht berührt worden war.
- Daraufhin nahm der Schiedsrichter die Karte gegen Paredes zurück.
- Stattdessen erhielt Embolo die zweite Gelbe Karte wegen einer Schwalbe.
Möglich wurde die Korrektur durch die neue Regel zur sogenannten Spielerverwechslung. Laut SRF war erst zum WM-Start klargestellt worden, dass der Videoassistent dabei nicht nur bei Spielern derselben Mannschaft, sondern auch beim Gegner eingreifen kann.
Foto: Wikimedia Commons / Sven Mandel, CC BY-SA 4.0