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Sport9. Juli 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

Dembélé plötzlich Teamplayer

Vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko steht Ousmane Dembélé bei Frankreich im Fokus. Der Offensivstar geht gereifter ins Turnier, kommt bereits auf vier Tore und ordnet sich klar dem Team unter.

Dembélé plötzlich Teamplayer

Ousmane Dembélé galt lange als Ausnahmekönner mit schwer berechenbarer Seite. An Talent mangelte es dem Franzosen nie: Dribblings und Ballgefühl gehören seit Jahren zu seinen größten Stärken. Doch gerade in jungen Jahren war der Offensivspieler auch immer wieder für Irritationen gut — etwa damals bei Borussia Dortmund, als neben starken Auftritten auch seine Eskapaden neben dem Platz in Erinnerung blieben.

Der Wechsel zum FC Barcelona brachte zwar viel Aufmerksamkeit und eine enorme Ablösesumme, den ganz großen sportlichen Durchbruch schaffte Dembélé aber erst später. Nach seinem Transfer 2023 zu Paris legte er spürbar zu, den nächsten Schub gab es laut Quelle sogar noch nach dem Abschied von Kylian Mbappé zu Real Madrid. Im Nationalteam sind die Rollen ohnehin klar verteilt: Dembélé arbeitet eher zu, statt selbst im Zentrum zu stehen.

Reifer vor dem Viertelfinale

Genau das scheint ihm bei dieser WM zu liegen. Während viele auf die Tore von Mbappé oder die Dribblings von Michael Olise schauen, wirkt der Ballon-d'Or-Gewinner bei den Bleus fast unauffällig — und genau damit offenbar sehr zufrieden. Dembélé betont selbst, dass mit zunehmendem Alter das Kollektiv wichtiger werde. Vor dem Viertelfinale gegen Marokko ist das mehr als nur eine Floskel.

  • Frankreich trifft am Donnerstag im WM-Viertelfinale auf Marokko.
  • Dembélé steht vor der Partie bei vier Turniertoren.
  • Drei Treffer gelangen ihm beim 4:1 gegen Norwegen.

Deschamps sieht den Unterschiedsspieler

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps bescheinigt seinem Offensivmann derzeit viel Selbstvertrauen. Entscheidend sei vor allem, dass Dembélé aktuell topfit ist. Dann, so die Einschätzung des Trainers, könne er den Unterschied ausmachen. Unterstützung bekommt er auch von Mbappé, der ihn zuletzt ausdrücklich als Schlüsselspieler hervorhob.

Damit geht Dembélé mit einer anderen Wahrnehmung in dieses K.o.-Spiel: nicht mehr als launischer Einzelkünstler, sondern als gereifter Faktor in einer Mannschaft, die den nächsten Schritt Richtung Titel machen will. Der frühere Egoist lebt bei dieser WM vor allem eines: den Teamgedanken.

Foto: srf