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Sport10. Juli 2026, 11:02 Uhr · von Redaktion

Bouaddi jagt nur Pele

Marokkos Jungstar Ayyoub Bouaddi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben. Mit 18 Jahren und 280 Tagen wurde er im Viertelfinale gegen Frankreich zum zweitjüngsten Spieler dieser Runde - nur Pele war noch jünger.

Bouaddi jagt nur Pele

Ayyoub Bouaddi hat bei der WM 2026 einen historischen Eintrag geschafft. Der marokkanische Jungstar stand im Viertelfinale gegen Frankreich auf dem Platz und ist damit mit 18 Jahren und 280 Tagen der zweitjüngste Spieler, der jemals in dieser Turnierphase eingesetzt wurde.

Vor ihm liegt in dieser Statistik nur noch Pele. Die brasilianische Ikone war 1958 im Viertelfinale gegen Wales noch jünger und traf damals sogar zum Sieg. Bouaddi reiht sich damit in eine besonders exklusive Liste ein - und sorgt trotz seines jungen Alters schon jetzt für ein bemerkenswertes Kapitel WM-Geschichte.

Besonderes Duell gegen Frankreich

Für Bouaddi hatte das Spiel gegen Frankreich noch eine zweite, sehr persönliche Bedeutung. Der 18-Jährige wurde in Frankreich geboren, ist dort aufgewachsen und lief bis zur U21 für französische Nachwuchsteams auf. Erst kurz vor der WM entschied er sich für Marokko, also für das Herkunftsland seiner Eltern.

Der Wechsel hatte offenbar auch sportliche Gründe: Bouaddi wollte unbedingt zur Weltmeisterschaft, wurde von Frankreichs Teamchef Didier Deschamps aber noch nicht als bereit genug gesehen. Umso brisanter war nun sein Einsatz ausgerechnet gegen die Franzosen.

Nicht nur auf dem Platz stark

Auch abseits des Rasens gilt Bouaddi als Ausnahmeerscheinung. Neben seiner Fußballkarriere studiert er aus der Ferne Mathematik in Marseille und beschäftigt sich laut eigener Aussage mit dem Beweisen von Axiomen und Prinzipien.

  • WM-Viertelfinale gegen Frankreich
  • 18 Jahre und 280 Tage alt
  • Zweitjüngster Spieler dieser Runde
  • Geboren und aufgewachsen in Frankreich

Sportliches Talent und akademischer Ehrgeiz kommen bei Bouaddi also früh zusammen. Auch wenn Marokko den Halbfinal-Einzug verpasste, hat der Youngster mit seinem Auftritt bereits ein starkes Ausrufezeichen gesetzt.

Foto: krone