Bluttat auf Krakauer Hauptplatz
Auf dem zentralen Hauptmarkt in Krakau sind bei einer Schussattacke mindestens sechs Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, zu den Hintergründen ist bislang nichts bekannt.

Foto: XEvansGambitx / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Schock in Krakau: Auf dem zentralen Hauptmarkt der polnischen Stadt sind am Samstagnachmittag nach Angaben der Polizei mindestens sechs Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten befinden sich demnach auch drei Polizisten. Was den Angriff ausgelöst hat, ist bisher unklar.
Angriff mitten im Stadtzentrum
Nach Behördenangaben fuhr gegen 15 Uhr ein Mann mit einem Auto auf den Großen Ring, den Hauptplatz der Stadt, und eröffnete dort wahllos das Feuer auf Passanten. Die Einsatzkräfte riegelten den Bereich ab und forderten Menschen in der Umgebung auf, sich in Sicherheit zu bringen. In sozialen Netzwerken kursierten zudem Aufnahmen, auf denen ein Rettungshubschrauber auf dem Platz zu sehen war.
- Ort: Hauptmarkt im Zentrum von Krakau
- Bilanz: sechs Tote, 15 Verletzte
- Betroffen: darunter drei Polizisten
Verdächtiger gefasst
Die Polizei teilte mit, dass ein Verdächtiger festgenommen wurde. Laut der Krakauer Polizeisprecherin Katarzyna Cislo trug der Mann militärähnliche Kleidung und schoss mit einer Langwaffe, wie sie auch vom Militär verwendet werde. Das Provinzpolizeipräsidium erklärte, beim bislang einzigen bekannten Täter handele es sich um einen polnischen Staatsbürger. Er wurde angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht.
In seinem Auto entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben zahlreiche Teile weiterer Waffen sowie Munition. Polens Regierungschef Donald Tusk erklärte, er werde laufend über die Lage informiert. Die Polizei untersuche nun die Hintergründe und alle Umstände der Tat. Innenminister Marcin Kierwiński sei auf dem Weg zum Tatort.
Krakau ist mit mehr als 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens und ein bekanntes Reiseziel. Der historische Stadtkern mit dem Großen Ring zählt ebenso wie weitere Sehenswürdigkeiten der Universitätsstadt zum UNESCO-Welterbe. Umso größer ist der Schock über die Gewalt an einem der belebtesten Orte des Landes.
Quelle: Tagesschau