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Musik & Film10. August 2026, 19:00 Uhr · von Redaktion

Blackout wird zum Festival-Moment

Beim Heitere Open Air 2026 wird ein Stromausfall zum unerwarteten Höhepunkt: Popsängerin Ella Stern spielt rund 15 Minuten ohne Technik einfach mitten im Publikum weiter. Auch Seven, Jule X und Benjamin Amaru sorgen für starke Momente.

Blackout wird zum Festival-Moment

Das Heitere Open Air 2026 hat mehrere Szenen geliefert, über die nach dem Festival noch gesprochen werden dürfte. Für den wohl überraschendsten Moment sorgt ausgerechnet ein technischer Defekt: Beim Auftritt von Ella Stern fällt am Samstagnachmittag auf der Hauptbühne plötzlich der Strom aus – für rund 15 Minuten. Statt abzubrechen, reagiert die österreichische Popsängerin spontan, verlässt mit ihrer Band die Bühne und spielt direkt im Publikum weiter.

Aus dem ungeplanten Stillstand wird so einer der emotionalsten Augenblicke des Wochenendes. Ohne große Technik, dafür ganz nah an den Fans, setzt Stern ihr Set a cappella fort. Besonders beim angespielten Cover von „We Are Young“ wird aus der Panne ein Gemeinschaftsmoment: Das Publikum singt geschlossen mit.

Viele Stars, viel Andrang

Auch abseits des Blackouts hatte das Festival einige starke Bilder zu bieten. Beim „Sunday Brunch“ von Seven wurde die Bühne am Sonntag zur Treffpunkt-Zone für prominente Gäste. Nach und nach kamen unter anderem Ritschi, Fabio Landert, Joya Marleen, Gigi Malua, Peter Reber, Jaël Malli und Michi Beck dazu und machten den Auftritt zu einem der auffälligsten Programmpunkte.

  • Seven versammelt zahlreiche Gäste auf der Bühne
  • Jule X bringt die Parkbühne am Freitagabend an ihre Grenzen
  • Benjamin Amaru liefert trotz Hitze ein emotionales Sonntagskonzert

Für maximale Energie sorgt am Freitagabend Jule X. Sein Konzert um 22.15 Uhr vor der Parkbühne entwickelt sich laut Rückblick zum Abriss, die Fläche davor ist komplett überfüllt. Der Andrang ist so groß, dass für die nächste Ausgabe schon die Frage im Raum steht, ob der Berner Rapper nicht auf die Hauptbühne gehört.

Gänsehaut trotz 30 Grad

Am Sonntagnachmittag zeigt Benjamin Amaru, dass auch bei mehr als 30 Grad ein intensiver Festivalmoment möglich ist. Mit emotionalem Indie-Pop, klugen Texten und lockeren Ansagen hält er das Publikum vor der Bühne – selbst dann, wenn anderswo mehr Schatten locken würde. Und natürlich bleibt auch der legendäre Zeltplatz Teil des Heitere-Gesamterlebnisses, wo sich schon ab Mittwoch die ersten Festivalgäste sammeln.

Foto: Wikimedia Commons / Tjr004, CC BY 4.0