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Sport10. Juli 2026, 11:02 Uhr · von Redaktion

Belgien zittert ins Viertelfinale

Belgien steht bei der WM überraschend im Viertelfinale und trifft nun auf Spanien. Nach schwacher Vorrunde, einem späten Comeback gegen Senegal und einem klaren 4:1 gegen die USA setzt Trainer Rudi Garcia sogar auf harte Star-Entscheidungen.

Belgien zittert ins Viertelfinale

Belgien ist bei dieser WM weiter dabei – und das alles andere als souverän. Vor dem Viertelfinale gegen Spanien am Freitagabend wirkt der Lauf der „Roten Teufel“ fast unwirklich. Denn das Turnier in Nordamerika hätte für das Team von Trainer Rudi Garcia schon mehrfach vorbei sein können.

In der Gruppenphase lief zunächst kaum etwas zusammen. Nach nur zwei Punkten aus den Partien gegen Ägypten und den Iran stand Belgien gegen Neuseeland massiv unter Druck. Dort platzte dann der Knoten: Mit einem klaren 5:1 sicherte sich das Team doch noch den Gruppensieg.

Das Wunder gegen Senegal

Richtig dramatisch wurde es aber erst in der K.o.-Phase. Im Sechzehntelfinal gegen Senegal lag Belgien bis zur 86. Minute mit 0:2 zurück und schien bereits ausgeschieden. Dann gelang doch noch die Wende, am Ende rettete ein verwandelter Penalty in der Verlängerung das Weiterkommen. Im Achtelfinale gegen die USA hatte Belgien danach deutlich weniger Mühe und gewann 4:1.

  • Vorrunde: nur 2 Punkte aus 2 Spielen
  • gegen Neuseeland: 5:1 und Gruppensieg
  • gegen Senegal: Comeback nach 0:2
  • gegen USA: 4:1 im Achtelfinal

Garcia schreckt vor nichts zurück

Bemerkenswert ist vor allem der Kurs von Garcia. Der Coach nahm im Spiel gegen Senegal in der 56. Minute sogar Kevin De Bruyne und Jérémy Doku vom Feld – und genau ohne das Duo drehte Belgien die Partie. Gegen die USA standen beide dann zunächst nicht in der Startelf. De Bruyne blieb sogar über die komplette Spielzeit auf der Bank, Doku kam erst beim Stand von 3:1 hinein.

Auch Romelu Lukaku, ein weiterer prominenter Name aus Belgiens „Goldener Generation“, kam bei diesem Turnier bislang nur als Joker zum Einsatz. Garcia hält sich also alle personellen und taktischen Möglichkeiten offen. Ob das gegen die starken Spanier reicht, ist offen – aber Belgien hat in diesem Turnier bereits mehrfach gezeigt, dass es selbst aus fast aussichtslosen Situationen zurückkommen kann.

Foto: Wikimedia Commons / romazone, CC BY 2.0