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Sport18. Juli 2026, 17:03 Uhr · von Redaktion

Audi tastet sich in Spa ran

Audi hat im Formel-1-Training in Spa mit zwei unterschiedlichen Set-ups experimentiert. Trotz eines ordentlichen ersten Trainings sieht Nico Hülkenberg die Top 10 vor Qualifying und Rennen in Belgien eher außer Reichweite.

Audi tastet sich in Spa ran

Nico Hülkenberg hat beim Formel-1-Freitag in Spa-Francorchamps einen wechselhaften Auftakt erlebt. Dabei war Audi vor dem Belgien-Wochenende ohnehin eher vorsichtig, denn die 7,004 Kilometer lange Strecke gilt mit ihren langen Vollgas-Passagen nicht als ideales Terrain für das Team. Umso auffälliger war der erste Eindruck: Im ersten Training landeten Gabriel Bortoleto und Hülkenberg auf den Plätzen zehn und zwölf und mischten damit ordentlich im Mittelfeld mit.

Am Nachmittag folgte dann allerdings ein Dämpfer. Im zweiten Freien Training fehlten beiden Fahrern mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit. Bortoleto kam noch auf Rang 13, Hülkenberg blieb als 17. deutlich weiter hinten. Der Deutsche, der in dieser Saison noch auf seine ersten WM-Punkte wartet, rechnet deshalb nicht mit einem einfachen Samstag. Sein Eindruck: Die Top 10 scheinen in Spa schwerer erreichbar zu sein als zuletzt.

Audi testet zwei Richtungen

Hinter den schwankenden Resultaten steckt aber auch ein klarer Plan. Allan McNish erklärte, dass Audi beide Trainings bewusst genutzt habe, um verschiedene Aerodynamik-Varianten zu vergleichen. Die zwei Autos waren also nicht mit identischer Spezifikation unterwegs. Laut Hülkenberg war der Unterschied zwischen den Sessions deutlich spürbar. Für das dritte Training soll das Experimentieren nun beendet sein, damit das Team das aus seiner Sicht beste Paket zusammenstellen kann.

McNish zog trotz der Abstände ein positives Zwischenfazit. Audi habe auf einer eigentlich ungünstigen Strecke mehr erreicht als erwartet. Gleichzeitig machte der Renndirektor klar, dass es in Belgien wohl härter werde als an den vergangenen Wochenenden in Silverstone, Österreich oder Monaco.

Gegner im Mittelfeld bleiben schwer greifbar

Wo genau sich Audi im Klassement einsortiert, ist vor dem Qualifying noch offen. Klar ist nur: Mit den Racing Bulls konnte das Team im zweiten Training nicht mithalten. Bortoleto fand sich dort zwischen den beiden Haas-Autos wieder. Als besondere Unbekannte gilt Alpine, weil Pierre Gasly nach seinem Unfall keinen sauberen Vergleich zuließ.

  • FP1: Bortoleto auf Platz 10, Hülkenberg auf Platz 12
  • FP2: Bortoleto auf Platz 13, Hülkenberg auf Platz 17
  • Positiv: Die Probestarts nach dem zweiten Training wirkten vielversprechend

Immerhin gab es zum Abschluss noch ein kleines Signal in die richtige Richtung: Die Startübungen von Bortoleto und Hülkenberg sahen ordentlich aus. Gerade das war zuletzt ein Schwachpunkt, wie Hülkenbergs Rückfall um vier Positionen in Silverstone gezeigt hatte. In Spa könnte genau dieser Punkt im Rennen noch wichtig werden.

Foto: motorsport_magazin