Aeschi greift nach dem Bundesrat
In der Schweiz will SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi Bundesrat werden. Er steigt offiziell ins Rennen um die Nachfolge von Guy Parmelin ein und sieht vor allem im Asyl- und Migrationsbereich grossen Handlungsbedarf.

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Thomas Aeschi macht ernst: Der SVP-Fraktionschef will in den Bundesrat und bewirbt sich offiziell um die Nachfolge von Guy Parmelin. Das sagte der Zuger Nationalrat in Interviews mit dem «Sonntagsblick» und «Schweiz heute». Damit wird aus seiner bisher offengehaltenen Option nun eine definitive Kandidatur.
Schon im Oktober hatte die Zuger SVP Aeschi als Kandidaten nominiert. Damals liess er noch offen, ob er tatsächlich antreten würde. Nun ist der Entscheid gefallen. Aeschi begründet den Schritt damit, dass er sich das nötige Rüstzeug für das Amt erarbeitet habe. Besonders im Bereich Asyl und Migration sieht er nach eigenen Angaben grossen Handlungsbedarf.
Zweiter Anlauf für Aeschi
Für den SVP-Politiker ist es nicht die erste Bewerbung für einen Sitz in der Landesregierung. Bereits 2015 kandidierte er für den Bundesrat, zog damals aber gegen Guy Parmelin den Kürzeren. Diesmal bringt sich Aeschi erneut in Stellung – und signalisiert auch, dass er sich das Justizdepartement zutrauen würde, das derzeit von SP-Bundesrat Beat Jans geführt wird.
Dass seine Zusage erst jetzt kommt, erklärt Aeschi mit persönlichen Abklärungen. Vor seinem Entscheid habe er sich mit Familie, Freunden und Politikern aus verschiedenen Parteien ausgetauscht. Mit Christoph Blocher habe er über die Kandidatur nach eigenen Angaben hingegen nicht gesprochen.
Acht Namen im Rennen
Insgesamt haben laut SRF acht Personen aus der SVP angekündigt, Parmelins Nachfolge antreten zu wollen. Genannt werden unter anderem:
- Céline Amaudruz, Nationalrätin aus Genf
- Marco Chiesa, Ständerat aus dem Tessin
- Rémy Wyssmann, Nationalrat aus Solothurn
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt schon bald: Die SVP-Bundeshausfraktion will am 20. November über die Kandidaturen befinden.
Quelle: SRF