3x3-Show am Bremer Bahnhof
Vor dem Bremer Hauptbahnhof hat die 3x3-Basketball-Serie Station gemacht. Neu ist ein Liga-System mit 1000 Euro pro Turniersieg und 20.000 Euro für das Finale in Duisburg.

Vor dem Bremer Hauptbahnhof ist am Wochenende aus Basketball ein echtes Straßensport-Spektakel geworden. Die 3×3-Serie der „Mein_EinkaufsBahnhof GmbH“ machte erneut in Bremen Halt und brachte nicht nur schnelle Spiele, Show-Elemente und Moderation direkt am Court mit, sondern auch ein neues Konzept, das es so in Deutschland bislang nicht gab.
Erstmals wird die Tour mit einem professionellen Liga-System und Preisgeld ausgetragen. Für einen Turniersieg in der Bahnhofsliga gibt es 1000 Euro, die zehn besten Teams qualifizieren sich zudem für das Finale in Duisburg, wo 20.000 Euro warten. Nach Angaben von Organisator Falk Jaenichen soll das vor allem ambitionierte Freizeitspieler anspornen und helfen, im 3×3-Basketball semiprofessionelle Strukturen aufzubauen. Zusätzlich werden auch Weltranglistenpunkte vergeben.
Schneller, direkter, spektakulärer
Wie temporeich die Disziplin ist, beschreibt Bremens bester Basketballer Alieu Ceesay sehr deutlich: Für ihn ist 3×3 „eine ganz andere Sportart“. Der 29-Jährige spielt sonst mit den SBB Baskets aus Wolmirstedt in derselben Liga wie die Eisbären Bremerhaven und läuft im Sommer für das Team „Der Stamm Underdogs“ bei der Bahnhofs-Serie auf. Das Format setzt auf ein kleines Feld, nur einen Korb und Angriffe im Sekundentakt – lange Ruhephasen gibt es praktisch nicht.
- 10 Minuten dauert ein Spiel
- Gespielt wird auf einem Court mit nur einem Korb
- Die Tour verbindet Sport mit Show und Live-Moderation
Olympia-Gold sorgt für Boom
Dass 3×3 in Deutschland derzeit so viel Aufmerksamkeit bekommt, hängt auch mit den jüngsten Erfolgen zusammen. Seit dem Olympiasieg der deutschen Frauen in Paris 2024 ist das Interesse deutlich gestiegen, Anfang Juni holten die deutschen Männer bei der Weltmeisterschaft in Warschau Silber. In Bremen endete das Turnier am Samstag allerdings unfreiwillig vorzeitig: Wegen Regens musste das Event abgebrochen werden. Als Sieger wurde schließlich „Der Stamm“ anhand der Weltranglistenplatzierung gewertet. Die Organisatoren wollen im kommenden Jahr trotzdem wieder nach Bremen zurückkehren.
Foto: weserkurier