30 Tote nach Drohnenangriff
Bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt in Nyala in der sudanesischen Region Darfur sind laut Krankenhausangaben 30 Menschen getötet und 47 weitere verletzt worden. RSF und Armee weisen sich gegenseitig die Verantwortung zu.

Foto: walter callens / Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Im Westen des Sudan ist es erneut zu einem schweren Angriff mit vielen Opfern gekommen: In der Stadt Nyala in der Region Darfur wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt nach Angaben aus einem Krankenhaus 30 Menschen getötet. Weitere 47 Personen seien verletzt worden.
Schwere Vorwürfe nach Attacke
Die paramilitärische RSF-Miliz, die Nyala kontrolliert, macht die sudanesische Armee für den Angriff verantwortlich. Das Militär erklärte dagegen, die Luftangriffe in Nyala verstärkt zu haben, betonte aber zugleich, es würden ausschließlich militärische Ziele attackiert.
Nyala steht unter Kontrolle der RSF, die dort eine Gegenregierung eingerichtet hat. Beide Konfliktparteien setzen bei ihren Angriffen inzwischen verstärkt auf Drohnen. Gerade in umkämpften Gebieten wie Darfur verschärft diese Entwicklung die Lage für die Zivilbevölkerung zusätzlich.
Krieg dauert seit mehr als drei Jahren
Im Sudan kämpfen die Armee von Machthaber Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit mehr als drei Jahren gegeneinander. Der Konflikt hat das drittgrößte Land Afrikas in eine massive Krise gestürzt.
- Zehntausende Menschen wurden bereits getötet
- Mehr als elf Millionen Menschen sind auf der Flucht
- Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen vorgeworfen
Zu den Vorwürfen zählen auch Angriffe auf Zivilisten. Der Angriff auf den Viehmarkt reiht sich damit in eine lange Serie schwerer Gewalttaten ein, bei denen immer wieder Menschen getroffen werden, die nichts mit den Kämpfen zu tun haben.
Quelle: ORF