Wenders entfernt Kinski-Szene
Der Streit um eine umstrittene Szene aus „Falsche Bewegung“ ist beendet: Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski entschuldigt und die Sequenz aus dem Film von 1975 entfernen lassen.

Der Konflikt um eine heftig kritisierte Szene aus „Falsche Bewegung“ ist beigelegt. Wim Wenders und Nastassja Kinski haben laut einer gemeinsamen Erklärung ihren Streit beendet. Veröffentlicht wurde das Statement auf der Website der Wenders Stiftung.
Demnach hat sich der Regisseur bei Kinski entschuldigt und ihrem Wunsch entsprochen, die beanstandete Passage aus dem Film zu entfernen. Beide erklärten außerdem, dass der Film in Zukunft nicht weiter von diesem Konflikt überschattet werden solle. Zugleich gehe es ihnen darum, den langjährigen freundschaftlichen Umgang wiederherzustellen.
Umstrittene Szene aus dem Jahr 1975
Im Zentrum der Auseinandersetzung stand eine rund zwei Minuten lange Szene aus dem Jahr 1975. Kinski war darin im Alter von 13 Jahren mit nacktem Oberkörper zu sehen. In der Sequenz wird sie von einem Mann geohrfeigt, der ihr anschließend über das Gesicht streichelt. Laut dem Bericht trägt sie dabei lediglich eine Unterhose.
Nach eigenen Angaben hatte Kinski Wenders seit Jahren darum gebeten, diese Szene aus dem Film zu nehmen. Zuletzt hatte die heute 65-Jährige einen Anwalt eingeschaltet. Dieser hatte auch formale rechtliche Schritte gegen Wenders angekündigt.
Film war bereits zurückgezogen
Schon Anfang Juni war „Falsche Bewegung“ aus dem Verkehr gezogen worden. Die Stiftung hatte damals mitgeteilt, dass Streaming-, TV- und Vertriebspartner angewiesen würden, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Außerdem hatte Wenders bereits zu diesem Zeitpunkt um Entschuldigung gebeten.
- Film: „Falsche Bewegung“
- Jahr: 1975
- Streitpunkt: Nacktszene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski
- Ergebnis: Szene wird aus dem Film entfernt