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Musik & Film5. August 2026, 09:00 Uhr · von Redaktion

Warner-Deal rutscht ins Frühjahr

Die Wettbewerbsklage gegen die 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Brothers durch Paramount wird in Kalifornien erst im März 2027 verhandelt. Für Paramount könnten dadurch mindestens 1,3 Milliarden Dollar an Zusatzkosten fällig werden.

Warner-Deal rutscht ins Frühjahr

Der milliardenschwere Zusammenschluss von Paramount Skydance und Warner Brothers gerät weiter ins Stocken. Ein Gericht in Kalifornien hat den Termin für die Wettbewerbsklage von zwölf US-Bundesstaaten auf März 2027 gesetzt. Für Paramount ist das ein herber Rückschlag, denn der Konzern wollte schon im November eine Entscheidung erreichen.

Teure Verzögerung für Paramount

Besonders brisant: Paramount hatte den Warner-Aktionären zusätzliche Zahlungen zugesagt, falls der Kauf nicht bis Ende September abgeschlossen ist. Laut den Vereinbarungen geht es um rund 650 Millionen Dollar pro Quartal. Durch den späten Prozesstermin dürfte damit sehr wahrscheinlich mindestens eine Zusatzbelastung von 1,3 Milliarden Dollar entstehen.

Auch der Zeitplan wird enger. Beide Unternehmen haben sich für den Abschluss des Deals eine Frist bis zum 4. Juni 2027 gesetzt. Sollte dieser Termin verstreichen, könnte Warner Brothers aussteigen und von Paramount eine Vertragsstrafe in Höhe von sieben Milliarden Dollar verlangen. Theoretisch wäre aber auch eine Verlängerung der Frist möglich.

Worum es in der Klage geht

Die klagenden Bundesstaaten sehen die Gefahr, dass durch den Zusammenschluss zu viel Marktmacht bei einem Konzern landet. Im Fokus stehen dabei nicht nur die beiden Filmstudios, sondern auch Streaming-Angebote sowie TV-Sender wie CBS und CNN. Paramount-Chef David Ellison hält dagegen: Der Deal sei nötig, um gegenüber großen Streaming-Konkurrenten wie Amazon und Netflix bestehen zu können. Er bezeichnet die Klage als politisch motiviert.

  • Deal-Volumen: 111 Milliarden Dollar
  • Klage von: zwölf US-Bundesstaaten
  • Prozesstermin: März 2027
  • Späteste bisherige Abschlussfrist: 4. Juni 2027

Die Wettbewerbsbehörden in Washington und Europa haben den Zusammenschluss bereits genehmigt. Trotzdem bleibt die Kritik groß: Gegner fürchten Jobverluste und eine weitere Konzentration von Medienmacht rund um die Ellison-Familie, die hinter Paramount steht.

Foto: Wikimedia Commons / D.P. Thomson, Kansas City, Public domain