Volle Kirche für Jürgens und Mey
Der Sängerkranz 1839 hat mit seinem Konzert „Udo Jürgens trifft Reinhard Mey“ die Stadtkirche in Nidda fast komplett gefüllt. Mit Chorleiter Thomas Kiersch sowie den Solisten Maximilian Liebelt und Frederik Ritter gab es viel Applaus für bekannte Klassiker.

Foto: kreis_anzeiger_de
Mit einem Abend voller großer Liedermacher-Momente hat der Sängerkranz 1839 die Stadtkirche in Nidda nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Beim Konzert unter dem Motto „Udo Jürgens trifft Reinhard Mey“ saßen einige Besucher sogar auf der Empore – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß das Interesse an dem Programm war.
Den Einstieg übernahm der Chor mit „Heute beginnt der Rest deines Lebens“. Begleitet wurde er von Chorleiter Thomas Kiersch am Keyboard und Olaf Thurau am Bass. Schon nach dem ersten Stück war der Applaus so kräftig, dass der Vorsitzende Martin Ritter mit einem Scherz reagieren konnte. Überhaupt wirkte der Abend nicht nur musikalisch rund, sondern auch sichtbar mit Freude vorgetragen.
Zwei Liedermacher, zwei Welten
Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Handschriften der beiden Namensgeber des Konzerts. Während Udo Jürgens für große Arrangements mit Chor und Band stand, ist Reinhard Mey eher für seine reduzierten Auftritte mit Gitarre bekannt. Verbunden seien beide jedoch durch ihre Stärke, Geschichten in Songs zu erzählen. Genau das zog sich auch durch das Programm des Abends.
- Udo-Jürgens-Titel wie „Ich glaube“, „Merci, Chérie“ und „Aber bitte mit Sahne“
- Reinhard-Mey-Klassiker wie „Über den Wolken“
- Solobeiträge von Maximilian Liebelt und Frederik Ritter
Zu den besonderen Momenten zählte das eindringlich vorgetragene „Ich glaube“, gefolgt von „Über den Wolken“, bei dem die verschiedenen Stimmen des Chors wirkungsvoll zur Geltung kamen. Danach setzte Maximilian Liebelt mit eigenen Liedern Akzente, bevor der Chor mit weiteren Jürgens-Klassikern nachlegte. Gerade bei „Merci, Chérie“ und dem ironisch-leichten „Aber bitte mit Sahne“ sprang der Funke hörbar aufs Publikum über.
Solisten setzen eigene Farben
Neben dem Chor prägten auch die beiden Solisten den Abend. Liebelt präsentierte sich als junger Gitarrist mit Tenorstimme und eigenen Songs, Frederik Ritter als Singer/Songwriter mit markanter Bassstimme. Er übernahm unter anderem Meys „Ein Lied von Hand gemacht“ und später „Zeugnistag“. So bekam das Konzert zusätzliche Kontraste – zwischen Chorfülle, Liedermacher-Intimität und bekannten Klassikern, die in der voll besetzten Kirche auf offene Ohren trafen.
Quelle: kreis_anzeiger_de