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Politik23. Juli 2026, 15:00 Uhr · von Redaktion

US-Angriffe auf Iran gehen weiter

Die USA haben in der zwölften Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Gleichzeitig melden Kuwait und Jordanien neue Attacken, im Roten Meer wurden zudem zwei Öltanker beschossen.

US-Angriffe auf Iran gehen weiter

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Das US-Militär hat in der zwölften Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandos Centcom dauerte die jüngste Angriffswelle rund fünf Stunden und endete um 22.30 Uhr US-Ostküstenzeit, was 6.00 Uhr morgens im Iran entspricht.

Im Fokus der Attacken standen laut US-Militär Raketen- und Drohnenlager, Einrichtungen zur Küstenüberwachung sowie die iranische Flugabwehr. Washington begründet die Einsätze damit, künftige Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Region verhindern zu wollen. Parallel dazu wächst die Nervosität auf wichtigen Schifffahrtsrouten: Im Roten Meer wurden laut den im Liveblog zusammengetragenen Entwicklungen zwei Öltanker beschossen.

Neue Angriffe in Kuwait und Jordanien

Nicht nur auf See bleibt die Lage angespannt. Auch an Land melden mehrere Staaten neue Zwischenfälle. Kuwait berichtete von einem Drohnenangriff auf den Grenzübergang Al-Abdali zum Irak. Dabei entstand Sachschaden, Verletzte gab es nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums nicht. Zuvor hatte Iran mitgeteilt, US-Camps in Kuwait angegriffen zu haben.

  • Betroffen war in Kuwait der Grenzübergang Al-Abdali
  • Jordanien meldete erneut abgefangene Raketen und Drohnen
  • Drei Raketen seien laut Militär abgeschossen worden

Auch Jordanien steht nach eigenen Angaben weiter unter iranischem Beschuss. Nach Darstellung der Streitkräfte wurden dort innerhalb von 24 Stunden mehrfach Raketen und Drohnen abgefangen. Drei Raketen seien zerstört worden, eine weitere sei in einem abgelegenen, unbewohnten Gebiet niedergegangen.

USA und Iran bleiben auf Konfrontationskurs

Politisch ist ebenfalls keine Entspannung in Sicht. US-Präsident Donald Trump hält Teheran laut dem Bericht derzeit nicht für bereit zu einer Einigung und droht weiter. Außenminister Marco Rubio warf Iran zudem vor, Absprachen mit den Vereinigten Staaten immer wieder zu brechen. Viele Angaben zum Kriegsverlauf lassen sich unabhängig allerdings nicht überprüfen.

Foto: sueddeutsche