Trump zurück auf der UN-Bühne
Bei der UN-Generaldebatte in New York wird mit Spannung die Rede von Donald Trump erwartet. Neben dem Auftritt vor mehr als 120 Ländern stehen für den US-Präsidenten auch ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj und weitere Termine an.

In New York beginnt die High-Level-Woche der Vereinten Nationen – und gleich zum Start richtet sich viel Aufmerksamkeit auf Donald Trump. Bei der UN-Vollversammlung kommen Staats- und Regierungschefs sowie Außenminister aus mehr als 120 Ländern zusammen. Die Rede des US-Präsidenten gilt als einer der meistbeachteten Termine der Generaldebatte.
Erinnerung an einen chaotischen Auftritt
Schon im vergangenen Jahr hatte Trump bei den Vereinten Nationen für Gesprächsstoff gesorgt. Damals ging es weniger um den Inhalt seiner Ansprache als um die Begleitumstände: Trump und Melania blieben auf einer Rolltreppe stecken, später fiel auch noch der Teleprompter aus. Laut dem UN-Experten Daniel Forti schimpfte Trump daraufhin ohne Manuskript über den Zustand des UN-Hauptgebäudes – und ließ dabei einen vorbereiteten Teil zu weiteren Kürzungen bei den Vereinten Nationen aus.
Was Trump diesmal sagen wird, ist offenbar offen. Forti zufolge war selbst kurz vor Beginn der Vollversammlung nicht klar, welche Botschaften der Präsident auf die große Bühne mitbringen will. Im Vorjahr hatte er sich noch als Mann präsentiert, der mehr Kriege beendet habe als die UN selbst. In diesem Jahr dürfte er sich vor allem zu umstrittenen Aktionen der USA äußern müssen.
Volles Programm am Rande der Vollversammlung
Neben der Rede stehen für Trump in New York mehrere Termine an. Dazu gehört auch ein angekündigtes Treffen mit Wolodymyr Selenskyj. Außerdem wird die Lage im Nahen Osten und die Rolle der USA im Blick stehen. Kritisch ist dabei auch, dass Trumps Krieg gegen Iran sowie die nächtliche Militäraktion in Venezuela unter Völkerrechtsexperten umstritten sind.
- Rede vor der UN-Vollversammlung
- Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj
- Debatte über internationales Recht und die Rolle der Großmächte
Für zusätzliche Brisanz sorgt die Kritik von UN-Generalsekretär António Guterres. Er hatte zuletzt beklagt, dass sich Russland und die USA nicht mehr an das Völkerrecht hielten, ohne dafür Konsequenzen tragen zu müssen. Genau vor diesem Hintergrund dürfte Trumps Auftritt auf der Weltbühne in diesem Jahr besonders genau verfolgt werden.
Quelle: Tagesschau