Trump sperrt Reporter aus
Im Weißen Haus sind Reporter von CNN, MS NOW und Politico abgewiesen worden. Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump wurden ihre Presseausweise deaktiviert und teils eingezogen.

Foto: Wikimedia Commons / Ali Shaker/VOA, Public domain
Das Weiße Haus hat seine harte Linie gegen mehrere US-Medien sofort umgesetzt: Reporter von CNN, MS NOW und Politico kamen nach Angaben der betroffenen Redaktionen nicht mehr auf das Gelände. Grundlage ist die Ankündigung von Donald Trump, diesen Medien den Zugang zum Weißen Haus zu entziehen.
Ausweise deaktiviert, Zutritt verweigert
Die CNN-Reporterin Betsy Klein berichtete, dass ihr am Samstagmorgen Ortszeit der Zugang verweigert wurde. Ein Mitarbeiter des Secret Service habe ihr demnach mitgeteilt, dass ihr Presseausweis deaktiviert worden sei. Auch die MS-NOW-Korrespondentin Akayla Gardner schilderte, dass sie ihren Ausweis abgeben musste und nicht mehr hineingelassen wurde.
Bei Politico lief es ähnlich: Laut einer Mitteilung des globalen Chefredakteurs Jonathan Greenberger wurde auch Reporterin Cheyenne Haslett am Eingang gestoppt. Der Secret Service habe ihr den Zugang verwehrt und den Ausweis eingezogen. Politico erklärte, man stehe hinter allen Reportern, die aus dem Weißen Haus berichten.
Sender kündigen Gegenwehr an
Die Reaktionen der Sender fallen deutlich aus. Sowohl CNN als auch MS NOW wollen rechtliche Schritte prüfen beziehungsweise einleiten. Hintergrund ist der erste Zusatzartikel der US-Verfassung, der unter anderem die Pressefreiheit schützt. Nach Darstellung von CNN sehen Experten die Maßnahme als verfassungswidrig an.
- Betroffen: CNN, MS NOW, Politico
- Maßnahme: Zutritt verweigert, Ausweise deaktiviert oder eingezogen
- Folge: angekündigte juristische Schritte der Sender
CNN erklärte zudem, man werde die Berichterstattung über die US-Regierung trotz aller Einschränkungen fortsetzen. Klar ist damit: Der Streit zwischen Trump und kritischen Medien ist nicht bei Ankündigungen stehen geblieben, sondern hat das Weiße Haus nun ganz praktisch an den Zugangsschleusen erreicht.
Quelle: Tagesschau