JETZT LIVE
Politik11. Juli 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Trump lockert Artenschutz

Die US-Regierung unter Donald Trump hat den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gelockert. Umweltverbände warnen in Washington vor mehr Zerstörung von Lebensräumen und kündigen juristischen Widerstand an.

Trump lockert Artenschutz

Die Regierung von Donald Trump hat den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten in den USA zurückgefahren. Wie das Innenministerium in Washington mitteilte, wurde am Freitag Ortszeit eine entsprechende Neuregelung des Endangered Species Act beschlossen. Das Gesetz aus dem Jahr 1973 gilt als zentrales Instrument für den Schutz gefährdeter Arten.

Neue Definition, schwächerer Schutz

Im Kern geht es um eine veränderte juristische Auslegung des Begriffs „Schädigung“. Diese Definition ist entscheidend dafür, wann Eingriffe bei Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen als unzulässig gelten. Nach Einschätzung von Kritikern werden die Vorgaben dadurch weniger streng – mit möglichen Folgen für ganze Ökosysteme.

Innenminister Doug Burgum verteidigte den Schritt. Er warf Bundesbehörden vor, das Gesetz über Jahre zu weit ausgelegt zu haben. Aus Sicht der Regierung habe das rechtmäßige Landnutzung behindert und Familien sowie Unternehmen belastet. Mit der Neuregelung solle das nun begrenzt werden.

Scharfe Kritik von Umweltschützern

Naturschutzorganisationen reagierten alarmiert. Sie befürchten, dass industrielle Projekte mit negativen Auswirkungen auf Lebensräume künftig leichter durchgesetzt werden könnten. Besonders kritisch sehen sie, dass nicht nur einzelne Arten, sondern auch ihre Umwelt stärker unter Druck geraten könnte.

  • Beschluss der Neuregelung: Freitag, Ortszeit
  • Betroffenes Gesetz: ESA von 1973
  • Hauptkritik: schwächerer Schutz von Lebensräumen

Die Organisation Earthjustice kündigte bereits rechtliche Schritte an. Über ihre Anwältin Kristen Boyle teilte sie mit, die von der Regierung verfügte Änderung gerichtlich anfechten zu wollen. Damit dürfte der Streit um den künftigen Artenschutz in den USA jetzt nicht nur politisch, sondern auch vor Gericht weitergehen.

Foto: sn