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Politik4. November 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

Trump erlebt Midterm-Debakel

Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten beide Kammern des Kongresses zurückerobert. Präsident Donald Trump kassiert damit eine schwere Niederlage, während Wut über Inflation, hohe Energiekosten und den Iran-Krieg den Ausschlag gab.

Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen deutlich stärker abgeschnitten als vielerorts erwartet. Sie holen sich Senat und Repräsentantenhaus zurück und fügen Präsident Donald Trump damit eine empfindliche Niederlage zu. Im Senat kommen sie nach aktuellem Stand auf 54 von 100 Sitzen, im Repräsentantenhaus liegen sie bei 228 von 435 Mandaten. In mehreren Rennen wird zwar noch ausgezählt, an der neuen Mehrheit der Demokraten ändert das aber schon jetzt nichts mehr.

Warum Trump so deutlich verliert

Der Frust über Trump war laut den Umfragen vor der Wahl enorm. Seine Beliebtheitswerte lagen demnach so tief wie bei keinem Amtsinhaber seit Harry Truman. Besonders schwer wog offenbar die wirtschaftliche Lage: Viele Menschen machen Trump für hohe Lebenshaltungskosten verantwortlich. Benzin und Energie bleiben teuer, die Inflation lag kurz vor der Wahl bei 3,7 Prozent und damit klar höher als noch 2024, als Trump im Wahlkampf wirtschaftlichen Aufschwung versprochen hatte.

  • Hohe Preise für Energie und Benzin
  • Unzufriedenheit über Trumps Zollpolitik
  • Korruptionsvorwürfe und wachsender Wohlstand in Trumps Umfeld
  • Kritik am Iran-Krieg und an der Migrationspolitik

Auch Trumps Wirtschaftskurs kam nicht gut an. Die breit eingeführten Zölle sollten nach seiner Darstellung Vorteile bringen, erschwerten aber vielen Firmen und Branchen das Geschäft. Laut Quelle traf das auch Farmer, eine wichtige Wählergruppe in den USA. Gleichzeitig fiel vielen Wählern negativ auf, dass Trumps eigenes Vermögen seit Beginn seiner zweiten Amtszeit stark gewachsen ist, während viele Familien unter finanziellem Druck stehen.

Was das Ergebnis jetzt bedeutet

Zusätzlichen Ärger brachte Trumps Außenpolitik. Statt die USA aus Konflikten herauszuhalten, steht nun der Iran-Krieg im Raum, dessen Folgen sich nach Einschätzung vieler Wähler auch an der Zapfsäule und bei den Energiekosten zeigen. Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht, eher wird eine neue Zuspitzung befürchtet. Trump selbst weist die Verantwortung für das Wahlergebnis zurück und verweist darauf, dass sein Name nicht auf dem Stimmzettel stand. Im Wahlkampf hatte er seine Anhänger allerdings noch dazu aufgerufen, genau so zu wählen, als stünde er selbst zur Abstimmung.

Quelle: Tagesschau