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Politik15. Juli 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Trump droht Iran mit Zerstörung

US-Präsident Donald Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht verhandelt. Gleichzeitig meldet das US-Militär neue Luftschläge und eine wieder aufgenommene Blockade iranischer Seehäfen.

Trump droht Iran mit Zerstörung

Donald Trump hat Iran erneut mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur gedroht. In einem Interview mit Fox News sagte der US-Präsident, in der kommenden Woche könnten Kraftwerke und Brücken zerstört werden, sollte Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Zugleich kündigte Trump weitere Attacken in den nächsten Nächten an und machte klar, dass die Einsätze aus seiner Sicht fortgesetzt werden sollen.

Die Drohung ist nicht neu: Schon im April hatte Trump erklärt, iranische Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden vernichten zu können. Damals blieb es bei der Ankündigung. Hintergrund war der Streit um die Straße von Hormus, eine für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel zentrale Route, die Iran nach US-Angaben wieder freigeben sollte.

Neue Angriffe und Gegenreaktionen

Parallel zu Trumps Aussagen flog die US-Armee erneut Angriffe auf Ziele im Iran. Nach Darstellung des US-Regionalkommandos CENTCOM sollten damit iranische Fähigkeiten geschwächt werden, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus genutzt würden. Iranischen Behörden zufolge wurde dabei auch die Stadt Buschehr getroffen, wo sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. Laut iranischer Armee kamen bei einem weiteren Angriff im Südosten sieben Militärangehörige ums Leben.

Iran reagierte dem Bericht zufolge mit neuen Angriffen auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait, Jordanien und Bahrain. CENTCOM erklärte am Mittwoch, eine jüngste 90-minütige Angriffswelle sei inzwischen beendet worden.

Druck auf See und mit Sanktionen

Zusätzlich nahm das US-Militär die Blockade iranischer Seehäfen wieder auf. Diese Maßnahme war zuvor im Zuge eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran ausgesetzt worden. Von seinem Plan, für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus eine Maut in Höhe von 20 Prozent des Frachtwerts zu verlangen, rückte Trump inzwischen wieder ab.

  • Die USA weiten ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor aus.
  • Im Visier steht laut Washington das Netzwerk des Öl-Magnaten Mohammed Hossein Schamchani.
  • Außerdem wurden nach US-Angaben Vermögenswerte von 130 Millionen Dollar eingefroren.

Teheran bekräftigte zuletzt mehrfach, die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten zu wollen. Erst vor wenigen Tagen erklärte die iranische Führung die strategisch wichtige Meerenge erneut für gesperrt. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit der Schließung weiterer Schifffahrtswege.