JETZT LIVE
Politik26. Juli 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Tote und Chaos beim Berlin-CSD

Beim Christopher Street Day in Berlin ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Laut Polizei starb eine Frau, 16 Menschen wurden verletzt, der Fahrer flüchtete.

Tote und Chaos beim Berlin-CSD

Schock am Rande des Berliner Christopher Street Day: Ein Fahrzeug ist in eine Menschenmenge gefahren, eine Frau kam dabei ums Leben. Nach Angaben der Polizei wurden außerdem 16 weitere Menschen verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend im Bereich des Tiergartens nahe dem Potsdamer Platz. Der CSD wurde danach abgebrochen.

Nach Informationen von Feuerwehrsprecher Dominik Pretz sind unter den Verletzten drei Menschen lebensbedrohlich, acht weitere schwer verletzt. Laut Polizei soll der Fahrer die Menschen erfasst und anschließend die Flucht ergriffen haben. Zeugen berichteten teils von einem Lieferwagen, andere Meldungen sprechen von einem Pkw oder Minivan. Auch zu möglichen weiteren Tätern gab es laut Polizei zunächst unterschiedliche Aussagen.

Verdächtiger identifiziert

Nur wenige Stunden nach der Tat teilte die Berliner Polizei mit, dass ein mutmaßlicher Verdächtiger identifiziert worden sei. Nach Angaben eines Polizeisprechers ist der Mann polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet. Unklar blieb zunächst, welches Motiv vorliegt und welchen konkreten Tatbeitrag der Verdächtige gehabt haben soll.

In der Nacht durchsuchten Einsatzkräfte eine Wohnung in Schöneberg. Eine Festnahme gab es dort jedoch nicht, weil niemand angetroffen wurde. Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz und setzte die Ermittlungen fort.

Politik reagiert auf den Vorfall

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die Tat als abscheulich. Nach Angaben eines Regierungssprechers steht er in engem Austausch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und wird laufend von den Sicherheitsbehörden informiert. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem Angriff auf die freie und weltoffene Gesellschaft.

  • Eine Tote
  • 16 Verletzte
  • Drei davon lebensbedrohlich verletzt
  • Mutmaßlicher Verdächtiger identifiziert, aber zunächst nicht festgenommen