Tote nach Bomben auf Sumy
Bei einem russischen Gleitbombenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy sind mindestens fünf Menschen getötet und 30 verletzt worden. Auch Odessa, Charkiw und Kiew wurden erneut von Raketen und Drohnen getroffen.

Die ukrainische Stadt Sumy ist erneut Ziel eines schweren russischen Angriffs geworden. Nach Angaben der Militärverwaltung wurden bei einem Einsatz mit Gleitbomben mindestens fünf Menschen getötet. Demnach wurde auch eine Bushaltestelle getroffen.
Die Zahl der Verletzten stieg laut Behörden auf 30 Personen, darunter fünf Schwerverletzte. Die Informationen veröffentlichte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf Telegram. Sumy liegt im Nordosten der Ukraine und gehört immer wieder zu den Regionen, die unter russischem Beschuss stehen.
Weitere Angriffe in mehreren Städten
Nicht nur Sumy war betroffen: Auch aus anderen Teilen des Landes wurden neue Angriffe gemeldet. In der Hafenstadt Odessa im Süden kamen bei einem Raketenangriff zwei Menschen ums Leben. In Charkiw im Osten wurden nach Behördenangaben sieben Menschen durch eine Drohne verletzt. Auch die Hauptstadt Kiew war unter den Zielen, dort wurden elf Verletzte gemeldet.
- Sumy: mindestens 5 Tote, 30 Verletzte
- Odessa: 2 Tote nach Raketenangriff
- Charkiw: 7 Verletzte nach Drohnenangriff
- Kiew: 11 Verletzte
Drohnen und Raketen in der Nacht
Zuvor hatten die ukrainischen Luftstreitkräfte mitgeteilt, dass Russland in der Nacht insgesamt sechs ballistische Raketen, sechs Marschflugkörper und 121 Drohnen eingesetzt habe. Nach ukrainischen Angaben wurden davon zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgefangen.
Gleitbomben setzt Russland in dem inzwischen mehr als vier Jahre andauernden Krieg regelmäßig ein. Sie werden aus größerer Entfernung von Flugzeugen abgeworfen und gleiten dann über mehrere Kilometer in Richtung Ziel. Zwar sind diese Waffen gelenkt, gelten aber dennoch als vergleichsweise ungenau.