Tote nach Angriff im Schwarzen Meer
Die Ukraine wirft Russland vor, in der Region Odessa einen zivilen Getreidefrachter beschossen zu haben. Dabei sollen mindestens fünf Crew-Mitglieder getötet worden sein, außerdem gab es bei einem Angriff auf Saporischschja Tote und Dutzende Verletzte.

Die Lage im Süden der Ukraine bleibt angespannt: Nach ukrainischen Angaben ist in der Schwarzmeer-Region bei Odessa ein ziviler Frachter unter Beschuss geraten. Die ukrainischen Seestreitkräfte sprechen von einem Angriff auf ein unbewaffnetes Schiff und werfen Russland vor, damit gezielt die zivile Schifffahrt getroffen zu haben.
Demnach handelte es sich um einen Getreide-Frachter unter der Flagge von Guinea-Bissau. Bei dem Beschuss sollen mindestens fünf Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen sein. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, acht Crew-Mitglieder werden laut den Angaben in Krankenhäusern in Odessa behandelt. Warum sich das Schiff in der umkämpften Region befand, ist bisher unklar.
Ukraine spricht von Verstoß gegen Völkerrecht
Die ukrainische Seite wertet den Vorfall als Terrorakt gegen die zivile Schifffahrt. Nach ihrer Darstellung verstoße der Angriff gegen internationales Recht. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben wird in der Meldung nicht genannt.
- 5 Tote auf dem Frachter
- 5 Menschen weiter vermisst
- 8 Crew-Mitglieder in Odessa im Krankenhaus
Auch Saporischschja erneut unter Beschuss
Parallel dazu meldete der ukrainische Rettungsdienst einen weiteren russischen Luftangriff auf das Gebiet Saporischschja. In der gleichnamigen Gebietshauptstadt wurden demnach mindestens zwei Menschen getötet. Außerdem gab es mindestens 42 Verletzte, darunter acht Kinder.
Ukrainischen Medienberichten zufolge setzte das russische Militär dabei Lenkbomben ein. Getroffen worden sei ein fünfstöckiges Wohnhaus, von dem zwei Etagen komplett zerstört worden seien. Damit setzt sich die Serie schwerer Angriffe auf ukrainische Städte fort.