Tom Hanks mit 70 auf Kurs
Tom Hanks wird 70 und denkt offenbar nicht ans Aufhören. Der zweifache Oscarpreisträger prägte Hollywood mit Filmen wie „Forrest Gump“ und „Philadelphia“ – und gilt laut Ehefrau Rita Wilson sogar als Meister des Nickerchens.

Tom Hanks zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern Hollywoods – jetzt feiert der zweifache Oscarpreisträger seinen 70. Geburtstag. Für viele ist er untrennbar mit Figuren wie Forrest Gump, Captain Miller oder der Stimme von Sheriff Woody aus „Toy Story“ verbunden. An Ruhestand scheint der US-Star aber nicht zu denken.
Früh wusste er, wohin es gehen soll
Geboren wurde Hanks 1956 im kalifornischen Concord. Schon als junger Mann war für ihn klar, dass er Schauspieler werden will. Mit 18 schrieb er sogar einen Brief an Regisseur George Roy Hill und stellte sich darin selbstbewusst als noch unbekanntes Talent vor. Der ganz große Durchbruch kam allerdings erst später: Nach dem Schauspielstudium an der California State University wurde „Big“ 1989 zum entscheidenden Karriereschub – inklusive erster Oscar-Nominierung.
In den 90er-Jahren wurde Hanks endgültig zum Weltstar. Für seine Rollen in „Philadelphia“ und „Forrest Gump“ gewann er 1994 und 1995 jeweils den Oscar als bester Hauptdarsteller. Danach folgten viele weitere Erfolge, darunter „Apollo 13“, „Cast Away – verschollen“ und „Sully“.
- 1989: erste Oscar-Nominierung für „Big“
- 1994: Oscar für „Philadelphia“
- 1995: Oscar für „Forrest Gump“
Selbstkritisch – und privat offenbar sehr entspannt
Bemerkenswert ist auch sein Blick auf das eigene Werk. Hanks sagte einmal, dass er seine Rolle in „Philadelphia“ heute nicht mehr übernehmen würde. Der heterosexuelle Schauspieler spielte darin einen homosexuellen, an AIDS erkrankten Anwalt – aus heutiger Sicht halte er die Forderung nach mehr Authentizität bei solchen Besetzungen für berechtigt.
Privat ist seit vielen Jahren Rita Wilson seine wichtigste Konstante. Mit der Schauspielerin ist Hanks seit 1988 verheiratet, das Paar hat zwei Kinder. Wilson lobte ihn einmal nicht nur als besonders klugen Menschen, sondern auch für ein eher ungewöhnliches Talent: Er könne praktisch überall und jederzeit schlafen. Auch Regisseur Marc Forster beschrieb Hanks am Set als ruhig, meditativ und beinahe buddhahaft. Passt zu einem Star, der auch mit 70 offenbar noch längst nicht fertig ist.
Foto: mz