T-Rex Gus sprengt Auktionsrekord
In New York ist das T-Rex-Skelett „Gus“ für mehr als 50 Millionen US-Dollar versteigert worden. Damit erzielt ein Dinosaurier-Fossil bei Sotheby’s so viel Geld wie nie zuvor.

Ein Tyrannosaurus Rex hat in New York Auktionsgeschichte geschrieben: Das Fossil mit dem Namen „Gus“ wurde bei Sotheby’s für umgerechnet mehr als 50 Millionen US-Dollar verkauft. Das letzte Gebot lag bei 43 Millionen Dollar, durch zusätzliche Gebühren stieg der Endpreis auf die Rekordsumme. Der Käufer oder die Käuferin blieb anonym und bot per Telefon mit.
Riesenfossil mit Rekordwert
„Gus“ gilt als eines der größten und am vollständigsten erhaltenen T-Rex-Skelette, die bislang entdeckt wurden. Der Dinosaurier soll vor rund 67 Millionen Jahren gelebt haben, fast vier Meter hoch und etwa zwölf Meter lang gewesen sein. Besonders auffällig ist der gut erhaltene Schädel: Dort sind sogar Spuren von Bissen zu sehen, die auf Kämpfe mit anderen Tieren der eigenen Art hindeuten.
- Versteigert bei Sotheby’s in New York
- Letztes Gebot: 43 Millionen US-Dollar
- Endpreis mit Gebühren: über 50 Millionen US-Dollar
- Neuer Höchstwert für ein Dinosaurier-Fossil
Wissenschaft sieht Boom kritisch
Mit dem Verkauf übertrifft „Gus“ den bisherigen Rekordhalter deutlich. Den hatte zuletzt der Stegosaurus „Apex“ gehalten, der 2024 für knapp 45 Millionen Dollar an einen privaten Investor ging. Der Markt für Dinosaurier-Fossilien wächst in den USA seit Jahren, und immer häufiger landen spektakuläre Funde in den Händen extrem wohlhabender Sammler.
Genau das sorgt in der Wissenschaft für Unmut. Forschende kritisieren, dass privat gekaufte Fossilien oft nicht dauerhaft öffentlich zugänglich sind. Wenn Skelette in exklusiven Sammlungen verschwinden, wird auch die wissenschaftliche Arbeit schwieriger. Die Rekordauktion um „Gus“ zeigt deshalb nicht nur, wie begehrt Dinosaurier sind – sondern auch, wie stark Geld und Forschung hier aufeinanderprallen.