JETZT LIVE
Promis4. Oktober 2026, 13:06 Uhr · von Redaktion

Federer hört als Werbegesicht auf

Roger Federer wirbt nicht länger für Schweiz Tourismus. Nach fünf Jahren beendet die Organisation die Zusammenarbeit und kündigt ein neues Gesicht sowie ein neues Konzept an.

Federer hört als Werbegesicht auf

Foto: Wikimedia Commons / Asadnoy, CC BY-SA 4.0

Roger Federer wird künftig nicht mehr für Schweiz Tourismus vor der Kamera stehen. Nach fünf Jahren gemeinsamer Kampagnen trennt sich die Tourismusorganisation von ihrem prominenten Botschafter. Laut Direktor Martin Nydegger soll nun ein neues Gesicht her – verbunden mit einem frischen Konzept, das wieder überraschen soll.

Damit endet eine Werbephase, die mit mehreren international beachteten Clips für viel Aufmerksamkeit sorgte. Gleichzeitig würdigte Nydegger den Einsatz des früheren Weltranglistenersten. Für Schweiz Tourismus war Federer über Jahre eines der bekanntesten Aushängeschilder im Ausland.

Millionenpublikum für die Schweiz

Den Auftakt machte 2021 ein Spot mit Hollywoodstar Robert De Niro. Das Video kam auf YouTube auf mehr als 50 Millionen Abrufe. Die Kampagne sollte nach der Corona-Pandemie vor allem wieder Gäste aus den USA in die Schweiz locken. Schweiz Tourismus erklärte damals, nicht der Dreh selbst sei der größte Kostenfaktor gewesen, sondern die weltweite Verbreitung der Inhalte. Dafür floss rund ein Drittel des Sommerbudgets von 40 bis 45 Millionen Franken in die Aktion.

Was Federer für die Zusammenarbeit erhielt, wurde nie veröffentlicht. Bekannt ist nur: Seine gesamte Vergütung ging an seine Stiftung, die benachteiligte Kinder unterstützt.

Von Anne Hathaway bis Mads Mikkelsen

Auch in den Folgejahren blieb das Rezept ähnlich: Federer trat mit internationalen Stars auf und warb so für die Schweiz als Reiseziel. Dazu gehörten:

  • 2022: ein Clip mit Anne Hathaway für die Grand Tour of Switzerland
  • 2023: ein Auftritt mit Comedian Trevor Noah
  • 2024: ein Spot mit dem dänischen Schauspieler Mads Mikkelsen

Schweiz Tourismus bezeichnete die Kampagnen als rentabel. Nach eigener Einschätzung hätte ein klassischer Werbefilm mit Landschaften oder Wandernden in der Produktion wohl ähnlich viel gekostet – aber deutlich mehr Werbedruck gebraucht, um auf dieselbe Wirkung zu kommen. Nun geht diese Ära zu Ende. Welche Person Federer beerben wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Quelle: SRF