Südeuropa ächzt unter Extremwetter
Während Österreich vorerst von großer Hitze verschont bleibt, leiden Spanien, Griechenland und Italien unter Temperaturen von über 40 Grad. Dazu kommen Waldbrände und Unwetterwarnungen auf dem Balkan und an der Adria.

In Österreich steht diese Woche keine markante Hitzewelle an, in weiten Teilen Südeuropas ist die Lage aber deutlich angespannter. Besonders in Spanien, Griechenland und Italien sorgen hohe Temperaturen, Waldbrände und teils auch Gewitter für Alarmstimmung. Auch auf dem Balkan und entlang der Adria warnen Wetterdienste nicht nur vor Hitze, sondern zusätzlich vor schweren Unwettern. In Kärnten rechnet die ORF-Wetterredaktion lokal ebenfalls mit kräftigen Gewittern.
Spanien kämpft mit der dritten Hitzewelle
In Spanien läuft seit Dienstag bereits die dritte Hitzewelle dieses Sommers. Nach Angaben des Wetterdienstes AEMET soll sie noch bis Donnerstag anhalten und fast das gesamte Festland sowie die Balearen erfassen. Im Osten und Süden sind laut Prognose Temperaturen von bis zu 44 Grad möglich. Für zwölf Regionen gelten Wetterwarnungen, vor allem wegen der Hitze, vereinzelt aber auch wegen möglicher schwerer Gewitter.
Besonders heikel ist die Mischung aus Trockenheit und extremen Temperaturen: Die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Nordöstlich von Madrid musste zuletzt bei einem großen Feuer in rund 20 Ortschaften zeitweise evakuiert werden. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien laut Daten des europäischen Waldbrandinformationssystems bereits mehr als 80.000 Hektar zerstört — fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Andalusien kamen vergangene Woche 13 Menschen bei einem Waldbrand ums Leben.
Auch Griechenland und Italien unter Druck
Griechenland erlebt seit Montag die erste Hitzewelle des Jahres. An mehreren Messstationen wurden über 40 Grad registriert. Dazu kommen leichter Wind, erhöhte Luftfeuchtigkeit und wenig Luftzirkulation, was die Hitze in Städten und an den Küsten noch belastender macht. In Teilen von Athen fiel am Montag der Strom aus, weil der Energieverbrauch durch die hohen Temperaturen stark anstieg. Gleichzeitig brennen in mehreren Regionen Wald- und Buschflächen, unter anderem auf der Insel Salamis.
- Griechenland: erste Hitzewelle des Sommers seit Montag
- Italien: dritte Hitzewelle mit höchster Warnstufe in 18 Großstädten
- Balkan und Adria: zusätzlich Warnungen vor schweren Unwettern
Auch Italien steckt bereits in der dritten Hitzewelle dieses Sommers. In 18 Großstädten, darunter Rom, Florenz und Neapel, gilt die höchste Warnstufe. Im Süden sowie auf Sardinien und Sizilien haben sich Waldbrände weiter ausgebreitet. Betroffen ist auch der Nationalpark Pollino in Kalabrien, wo sogar eine Autobahn gesperrt werden musste. Laut Weltklimarat werden Extremwetterlagen wie Hitze, Dürre, Starkregen und Überschwemmungen durch die Klimakrise häufiger und intensiver.