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Sport10. September 2026, 17:02 Uhr · von Redaktion

Sportjournal-Legende ist tot

Der Zentralschweizer Sportjournalist René Leupi ist gestorben. Er prägte über Jahrzehnte das «SportJournal», den regionalen Amateurfussball und grosse Laufanlässe in Luzern.

Sportjournal-Legende ist tot

Foto: bote_ch

Die Zentralschweizer Sportszene trauert um René Leupi. Der langjährige Journalist machte sich vor allem als prägende Kraft hinter dem «SportJournal» einen Namen und galt für viele Vereine und Breitensportler in der Region als zentrale Anlaufstelle. Bekannt war er insbesondere für seine enge Verbundenheit mit dem Amateurfussball.

Prägende Figur im Regionalsport

Leupi kam nicht auf direktem Weg in den Journalismus: Zunächst war er Automechaniker, später Versicherungsagent, ehe er über die damalige LNN in den Sportjournalismus einstieg. Danach arbeitete er unter anderem beim Vaterland und bei der Luzerner Zeitung. In den 1980er-Jahren betreute, modernisierte und etablierte er die Zeitungsbeilage «SportJournal», die sich im regionalen Sport fest verankerte.

Über viele Jahre war Leupi mit dem Kürzel «le» eng mit der Berichterstattung über den Breitensport verbunden. Besonders am Herzen lag ihm der regionale Fussball. Auch das bei den Fussballklubs im Sommer gefragte «Kick-off»-Magazin wurde von ihm mitgeprägt. Kolleginnen und Kollegen beschrieben ihn zudem als ausgesprochen genauen und feinfühligen redaktionellen Organisator.

Auch abseits der Redaktion präsent

Eine wichtige Rolle spielte Leupi ausserdem bei den grossen Luzerner Laufveranstaltungen. Als verantwortlicher Redaktor arbeitete er an Vorschauen sowie an Text- und Resultatbeilagen rund um Stadtlauf und Marathon oft unter hohem Zeitdruck. Wer mit ihm zusammenarbeitete, erlebte einen Journalisten, der auch nach langen Einsätzen am nächsten Morgen wieder früh am Schreibtisch sass, um fehlende Resultate zu beschaffen.

  • 16 Jahre Präsident der Zentralschweizer Sportjournalistenvereinigung
  • Seit 2025 Ehrenmitglied der Vereinigung
  • Eng verbunden mit dem FC Schötz als Zuschauer und Matchspeaker

Auch privat blieb der Luzerner Hinterländer dem Sport und seinen Leidenschaften treu. Regelmässig war er bei Spielen seines Herzensvereins FC Schötz anzutreffen, im Sommer gerne mit dem Motorrad unterwegs, im Winter als begeisterter Fasnächtler. René Leupi hinterlässt eine Lebenspartnerin, einen Bruder, eine Tochter und drei Enkelkinder.

Quelle: bote_ch