Sorge vor US-Vorstoß im Iran
Aus pakistanischen Sicherheitskreisen kommen Hinweise auf eine mögliche begrenzte US-Bodenoffensive im Iran. Islamabad sieht militärische Indizien und vermittelt gemeinsam mit Katar weiter zwischen Washington und Teheran.

Im Krieg mit dem Iran verdichten sich aus Sicht pakistanischer Sicherheitskreise die Anzeichen für eine neue Eskalationsstufe. Mehr als fünf Monate nach Kriegsbeginn halten gut informierte Quellen in Islamabad eine begrenzte US-Bodenoffensive inzwischen für deutlich wahrscheinlicher.
Nach Angaben aus den Sicherheitskreisen stützt sich diese Einschätzung auf militärische Beobachtungen. Demnach gehe die Bewertung pakistanischer Geheimdienste davon aus, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen aus dem eigenen Militär übergehen und einen Vorstoß gegen iranische Küstengebiete anordnen könnte.
Pakistan sieht neue Eskalationsgefahr
Pakistan spielt in dem Konflikt eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen Washington und Teheran. Aus Islamabad hieß es, dass gemeinsam mit Katar erneut Vorschläge zwischen beiden Seiten weitergereicht werden. Das zeigt: Hinter den Kulissen laufen die Kontakte trotz der verschärften Lage weiter.
- Pakistan sieht Hinweise auf eine mögliche US-Offensive am Boden
- Die Einschätzung beruht laut Sicherheitskreisen auf militärischen Beobachtungen
- Islamabad und Katar übermitteln weiter Vorschläge zwischen den Kriegsparteien
Teheran pocht auf dauerhafte Lösung
Nach denselben Angaben strebt die iranische Führung allerdings keinen befristeten Waffenstillstand an. Statt einer zeitlich begrenzten Feuerpause wolle Teheran demnach eine dauerhafte Einstellung der Kämpfe erreichen. Ob die laufenden Vermittlungsbemühungen daran etwas ändern, ist derzeit offen.
Damit bleibt die Lage im Iran-Krieg hochbrisant: Einerseits gibt es diplomatische Kontakte, andererseits wächst laut pakistanischer Einschätzung das Risiko, dass die USA militärisch noch weiter gehen könnten. Eine offizielle Bestätigung für ein solches Vorgehen liegt bisher nicht vor.
Foto: Wikimedia Commons / Daniel Torok, Public domain