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Politik21. Oktober 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Selenskyj fordert Platz am Verhandlungstisch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangt nach Gesprächen in Oslo die Teilnahme an einem geplanten Gipfeltreffen zwischen Trump, Putin und Xi Jinping. Ohne die Ukraine am Verhandlungstisch sei kein Abkommen akzeptabel.

Selenskyj fordert Platz am Verhandlungstisch

Foto: Wikimedia Commons / Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0

Selenskyj fordert Teilnahme am Putin-Xi-Trump-Treffen

In Oslo hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unmissverständlich klargemacht, wessen Platz an dem geplanten Gipfeltreffen zwischen den USA, Russland und China sein sollte. Nach intensiven Gesprächen mit europäischen Partnern und dem US-Sondergesandten erklärte Selenskyj, dass Verhandlungen über die Zukunft seines Landes nur akzeptabel seien, wenn Kiew selbst einen Sitz am Verhandlungstisch hat. Die Botschaft war deutlich: Die Ukraine lässt sich nicht von anderen über ihren Kopf hinweg entscheiden.

Das geplante Dreiertreffen rückt näher

Laut US-Medienberichten plant Wladimir Putin ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping für 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen am Rande eines APEC-Gipfels. Trump signalisierte bereits Offenheit für dieses Format. Allerdings: Verbindliches ist bislang nicht vereinbart. Die Sorge Kiews: Ein solches Treffen ohne die Ukraine könnte Moskau ermutigen, den Krieg fortzusetzen.

Selenskyj reiste nach Oslo, um mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie norwegischen und finnischen Führungspersonen zu beraten. Auch Trump-Schwiegersohn Jared Kushner war zugeschaltet, ebenso wie Vertreter aus Deutschland, der EU und der NATO. Die Gesprächsthemen umfassten:

  • Sicherheitsgarantien für die Ukraine
  • Territoriale Fragen
  • Sanktionsregelungen
  • Europäische Sicherheit nach einem Kriegsende

Die norwegische Hauptstadt wurde damit zum neuen Brennpunkt der Friedensbemühungen um die seit viereinhalb Jahren von Russland im Angriffskrieg überzogene Ukraine. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Store beschrieb die Gespräche als "gut und konstruktiv" und betonte, dass eine notwendige Basis für weitere Verhandlungen geschaffen wurde. Finnlands Präsident Alexander Stubb sah Fortschritte in die richtige Richtung.

Selenskyj selbst bezeichnete die Diskussionen als wichtig für den Weg zum Kriegsende. Die Botschaft aus Kiew ist klar: Wenn es um die Ukraine geht, muss die Ukraine mitreden – nicht nur zuschauen, während andere ihre Zukunft verhandeln.

Quelle: Tagesschau